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Oranje-Familie verletzt erneut Corona-Regeln: Große Party

10:17
16.12.2021
Die niederländische Königsfamilie hat erneut die Corona-Regeln verletzt und damit viele Mitbürger empört.

Kronprinzessin Amalia feierte ihren 18. Geburtstag in der vergangenen Woche mit einer großen Party, obwohl Bürger zu Hause nur vier Gäste empfangen sollen. Entsprechende Medienberichte bestätigte der Hof am Donnerstag in Den Haag.

In den Niederlanden gilt wegen der angespannten Lage in Krankenhäusern und der hohen Infektionszahlen ein Abendlockdown. Bürger sollen auch nur höchstens vier Gäste zu Hause empfangen. Amalia habe aber mit rund 100 Gästen ihren Geburtstag gefeiert, berichtete «De Telegraaf». Im Garten des Palastes habe man in zwei Zelten gefeiert. Der Hof spricht dagegen von nur «21 Einladungen». Alle Gäste waren demnach geimpft und gebeten worden, sich zusätzlich zu testen.

König Willem-Alexander habe eine Fehleinschätzung eingeräumt, teilte Ministerpräsident Mark Rutte mit. «Der König hat mich darüber informiert, dass es im Nachhinein nicht gut war, das so zu organisieren.»

Die Oranje-Familie hat bereits mehrfach die Corona-Regeln missachtet. Im vergangenen Jahr flog die Familie in ihr Ferienhaus nach Griechenland, obwohl die Regierung alle Bürger dringend ermahnt hatte, zu Hause zu bleiben. Das Königspaar kehrte zwar nach großen Protesten schnell zurück, die beiden Prinzessinnen Amalia und Alexia (16) waren aber geblieben. Die Wut im Land war so groß, dass das Königspaar sich in einer TV-Ansprache entschuldigen musste. Die Popularität des Königshauses war danach auf einen Tiefpunkt gesunken.

(dpa)

Klinikbetreiber kritisiert Impfpflicht für einzelne Gruppen

10:03
16.12.2021
Eine Corona-Impfpflicht nur für einzelne Berufsgruppen ist nach Ansicht des Klinikbetreibers SRH nicht sinnvoll.

«Ich persönlich glaube nicht, dass eine Impfpflicht nur für eine Teilgruppe der Bevölkerung am Ende eine gesellschaftliche Akzeptanz finden wird», sagte der Chef des Heidelberger Stiftungsunternehmens, Christof Hettich, der «Rhein-Neckar-Zeitung».

Im März 2022 wird eine Corona-Impfpflicht für Beschäftigte in Einrichtungen mit schutzbedürftigen Menschen wie Pflegeheimen und Kliniken eingeführt. Hettich hält wenig davon, vor allem, da diese Berufsgruppe in der Pandemie schon lange überbeansprucht sei und es Personalengpässe gebe.

Er prognostizierte, dass separate Impfpflichten nicht durchzuhalten seien. «Man wird sonst immer Arbeitnehmer haben, die sagen, dann lasse ich mich nicht impfen und arbeite eben in meinem Job nicht weiter». Es hätten bereits Mitarbeiter angekündigt, bei einer Impfpflicht das Unternehmen zu verlassen.

Die SRH Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen beschäftigen rund 17 000 Mitarbeiter, viele davon in Krankenhäusern. Die Impfquote in der Belegschaft liegt laut Hettich bei 80 Prozent, bei großen regionalen Unterschieden.

(dpa)

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