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Linke: Mehr Corona-Testangebote statt Befreiung für Geboosterte

14:46
14.12.2021
Die Linke im Bundestag ist gegen eine Befreiung von der Corona-Testpflicht für Geimpfte mit Auffrischungsimpfung (Booster). Nötig sei vielmehr eine Ausweitung der Testangebote, sagte Fraktionschefin Amira Mohamed Ali am Dienstag in Berlin.

«Boostern ist sehr sinnvoll», sagte die Linken-Politikerin. «Der falsche Weg ist aber, Anreize zu schaffen, dass man sich nicht testen lässt.» Das führe zu mehr Unsicherheit etwa in Pflegeheimen, wo die 2G-plus-Regelung gelte - also vollständig Geimpfte und Genesene zusätzlich einen negativen Test vorweisen müssen. Auch bei Menschen mit Auffrischungsimpfung sei eine Corona-Infektion nicht ausgeschlossen.

«Ich glaube, dass es hier vor allem notwendig wäre, Testanreize zu schaffen und besonders dahingehend, dass das Testen einfacher wird», sagte Mohamed Ali. Derzeit sei es schwierig, einen Testtermin zu bekommen. Doch alle müssten sich unkompliziert testen lassen können. Auch einen leichteren Zugang zu Booster-Impfungen forderte sie. Sie wisse von 80-Jährigen, die bis Januar oder Februar warten müssten.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte dafür plädiert, dass für Geimpfte mit Booster bei Zugangsregeln nach dem Modell 2G plus der Test entfallen kann - auch als Anreiz dafür, sich «boostern» zu lassen. Die Deutsche Gesellschaft für Immunologie hält dies allerdings für kontraproduktiv.

(dpa)

Brandenburg verschärft Corona-Regeln - Clubs und Discos künftig zu

14:46
14.12.2021
Brandenburg führt wegen der steigenden Belastung der Krankenhäuser teils schärfere Corona-Regeln ein als von Bund und Ländern vereinbart. Clubs und Diskotheken werden ab Mittwoch unabhängig von der Entwicklung der Infektionszahlen geschlossen. Das beschloss das Kabinett am Dienstag in Potsdam. Bars müssen nicht zumachen, wenn dort nicht getanzt wird. Für private Treffengilt eine Obergrenze von 50 Menschen drinnen und 200 Menschen draußen - jeweils nur geimpft oder genesen, unabhängig von der Sieben-Tage-Inzidenz. Großveranstaltungen wie Bundesliga-Spiele oder Konzerte mit mehr als 1000 Besucherinnen und Besuchern sind künftig verboten.

Die 2G-Regel mit Zutritt für Geimpfte und Genesene im Einzelhandel, in Gaststätten, Theatern und Kinos gilt weiter, wird allerdings um eine Maskenpflichterweitert. Maske muss auch in Bahnhöfen und Flughäfen getragen werden. Von 2G sind Kinder unter 14 Jahren künftig ausgenommen, bisher waren es Kinder unter 12 Jahren.

Für Versammlungen gilt ab Mittwoch im Freien eine Obergrenze von 1000 Teilnehmern - bei Maskenpflicht und Mindestabstand; drinnen darf die jeweilige Kapazitätsgrenze nur bei Einhaltung des Mindestabstands ausgeschöpft werden. Für Verstöße gegen Kontaktbeschränkungen und Maskenpflicht bei Demonstrationen drohen Bußgelder bis zu 500 Euro. Die nächtliche Ausgangsbeschränkung für Ungeimpfte in Hotspot-Regionen wird verlängert. Die neuen Regeln sind zunächst bis 11. Januar in Kraft.

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) appellierte an die Verantwortung aller Bürger, den Menschen auf den Intensivstationen beizustehen, die um ihr Leben kämpfende Patienten helfen. «Ich persönlich fürchte, dass diese Herausforderungen in den kommenden Tagen und Wochen noch deutlich größer werden.» Die Lage in den Krankenhäusern wird jeden Tag angespannter. Der Anteil der Covid-19-Patientinnen und -Patienten an den Intensivbetten im Land stieg auf 28,3 Prozent.

(dpa)

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