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20211214100944

Rund 603 000 Booster am Montag verabreicht - nur 47 000 Erstimpfungen

10:09
14.12.2021
Knapp 700 000 Menschen in Deutschland sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) am Montag gegen das Coronavirus geimpft worden. Wie aus den Zahlen vom Dienstag hervorgeht, führte der ganz überwiegende Teil der verabreichten Impfungen zu einer Auffrischung.

Das RKI gab die Zahl der sogenannten Booster-Impfungen binnen eines Tages mit rund 603 000 an. Erstimpfungen waren es hingegen nur rund 47 000, Zweitimpfungen rund 45 000.

Den vollständigen Impfschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze haben laut RKI mindestens 57,9 Millionen Menschen oder 69,7 Prozent der Bevölkerung. 60,5 Millionen Menschen (72,7 Prozent) haben bisher mindestens eine Impfdosis erhalten. 20,5 Millionen (24,7 Prozent) sind den Angaben zufolge «geboostert». Das RKI geht davon aus, dass unter Erwachsenen vermutlich mehr Menschen geimpft sind, als die Daten nahelegen: Eine hundertprozentige Erfassung der Impfungen könne durch das Meldesystem nicht erreicht werden.

Weiterhin gibt es beim Stand der Impfungen gegen das Coronavirus erhebliche regionale Unterschiede: Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen mit 85,0 Prozent den höchsten Anteil Erstgeimpfter. In dem Bundesland sind mittlerweile 81,3 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Sachsen ist Schlusslicht: Die Quote bei den Erstimpfungen liegt hier bei 61,9 Prozent, vollständig geimpft sind laut RKI 59,0 Prozent.

(dpa)

Corona-Ausbruch zwingt Firmen in China zu Produktionsstopps

10:08
14.12.2021
Ein Corona-Ausbruch hat Unternehmen in einem der wichtigsten Wirtschaftszentren Chinas zu Produktionsstopps gezwungen. Wie staatliche Medien am Dienstag berichteten, teilten allein mehr als 20 börsennotierte Firmen mit, ihre Produktion in der Provinz Zhejiang vorübergehend eingestellt zu haben. Betroffen waren unter anderem Chemieunternehmen, Pharmafirmen und Maschinenbauer.

Die Behörden ordneten die Schließungen an, um eine weitere Verbreitung des Virus einzudämmen. Der Ausbruch in der ostchinesischen Provinz, bei dem seit dem 5. Dezember mehr als 200 Infektionen nachgewiesen wurden, konzentriert sich nach Behördenangaben bislang vor allem auf die Städte Ningbo, Shaoxing und Hangzhou.

China hat die Verbreitung des Coronavirus seit dem vergangenen Jahr weitestgehend gestoppt. Immer wieder kommt es jedoch zu lokalen Ausbrüchen, auf die Behörden sofort mit Maßnahmen wie Ausgangssperren und Massentests reagieren. Die Geschäftstätigkeit wird dabei oft gestört. Die Regierung argumentiert, dass der Schaden deutlich größer wäre, wenn man es zuließe, dass sich das Virus im ganzen Land ausbreitet. Landesweit melde China am Dienstag 51 neue lokale Corona-Infektionen. 

(dpa)

Britische Regierung trotz Omikron-Welle optimistisch für Festtage

10:08
14.12.2021
Die britische Regierung ist optimistisch, dass die vorgesehene Verschärfung der Corona-Maßnahmen über die Festtage nicht noch einmal angepasst werden muss.

Der sogenannte Plan B werde es ermöglichen, «Weihnachten mit geliebten Menschen zu feiern, wie das im vergangenen Jahr nicht möglich war», sagte Justizminister Dominic Raab Dienstag dem Sender Times Radio. Weihnachten sei «sicher», fügte der Vize-Regierungschef hinzu.

Noch am Dienstagabend (19.30 MEZ) sollte das Unterhaus über mehrere von Premierminister Boris Johnson angekündigte Maßnahmen zur Eindämmung der Omikron-Variante des Coronavirus abstimmen. Darunter sind eine Verschärfung der Maskenpflicht sowie 3-G-Regeln (Genesen, geimpft oder getestet) für Nachtclubs und Großveranstaltungen. Erwartet wird, dass Dutzende Konservative gegen die eigene Regierung stimmen werden. Die größte Oppositionspartei Labour kündigte jedoch an, die Maßnahmen zu unterstützen. Ob Johnson darauf angewiesen sein wird, war zunächst unklar.

Die Omikron-Variante breitet sich in Großbritannien mit rasender Geschwindigkeit aus. Gesundheitsminister Sajid Javid berichtete am Montag von 200 000 Neuinfektionen pro Tag. Die Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, bis Jahresende jedem Erwachsenen eine Auffrischungsimpfung anzubieten. Vor den Impfzentren bildeten sich lange Schlangen.

Die Zahl der bestätigten Omikron-Fälle in Großbritannien lag zuletzt bei mehr als 4700, etwa zehn Menschen mussten nach Regierungsangaben mit Omikron im Krankenhaus behandelt werden. Eine nachweislich mit der Variante infizierte Person ist inzwischen gestorben.

(dpa)

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