Letztes Update:
20211214100845

Niedersächsische Gesundheitsministerin: Omikron bald dominant

09:07
14.12.2021
Die Omikron-Variante des Coronavirus wird sich nach Einschätzung der niedersächsischen Gesundheitsministerin auch in Deutschland schnell ausbreiten. «Wir gehen davon aus (...), dass wir im Grunde Ende Januar, Anfang Februar Omikron schon als vorherrschende Variante in Deutschland haben werden», sagte Daniela Behrens (SPD) am Dienstagmorgen im Gesundheitsausschuss des Landtags in Hannover. Die Variante verbreite sich «rasend schnell».

Behrens betonte, dass die eingesetzten Impfstoffe auch gegen Omikron wirkten. Unklar sei aber noch, ob die Intensität von zwei Impfungen für die Immunantwort ausreiche.

Die Ministerin erklärte zudem, dass die in Niedersachsen geplante Weihnachtsruhe vor allem zur Eindämmung der Omikron-Variante gedacht sei. Die Landesregierung verschärft von Heiligabend bis zum 2. Januar die Corona-Regeln - unabhängig von den dann aktuellen Indikatoren zur Corona-Lage. Damit geht das Land einen Sonderweg.

(dpa)

Wegen Corona: Keine hochrangigen Politiker aus Österreich zu Olympia

08:44
14.12.2021
Aus Österreich werden keine hochrangigen Politiker zu den Olympischen Winterspielen nach China reisen. Das hat der neue Bundeskanzler Karl Nehammer in einem Interview der Tageszeitung «Welt» (Dienstag-Ausgabe) angekündigt.

«Das ist aber kein diplomatischer Protest oder Boykott, sondern einzig der Tatsache geschuldet, dass die Covid-Auflagen in China zu Recht sehr hoch sind», erklärte Nehammer.

Aufgrund der Corona-Pandemie könnten Politiker dort nicht mit den Sportlern ihres Landes persönlich zusammentreffen. Es bringe also nichts, wenn Politiker oder Diplomaten aus Österreich nach China reisten, um dort per Videokonferenz mit den Sportlern und Sportlerinnen des Landes zu sprechen. «Da treffe ich mich lieber persönlich mit unseren Athleten in Wien. Wir sind gegen eine Politisierung der Spiele und stimmen uns in der EU ab», sagte Nehammer weiter.

Der neue deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz hatte Ende vergangener Woche gesagt, er habe noch keine Entscheidung über einen möglichen diplomatischen Boykott der Winterspiele getroffen. Es werde das Gespräch mit vielen anderen gesucht, «weil wir hier abgestimmt agieren wollen», erklärte der SPD-Politiker am Freitag nach seinem Antrittsbesuch bei Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Der französische Staatschef hat klar gemacht, dass er einen diplomatischen Boykott nicht für hilfreich hält.

Länder wie Kanada und Großbritannien haben sich dagegen einer US-Initiative angeschlossen. Sie sieht vor, keine Regierungsvertreter vom 4. bis 20. Februar 2022 nach Peking zu entsenden. China steht wegen Menschenrechtsverletzungen im Umgang mit Uiguren und Tibetern, wegen der Unterdrückung der Demokratiebewegung in Hongkong und Drohungen gegen Taiwan in der Kritik.

(dpa)

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