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20211201175801

Bundeswehr mobilisiert Tausende Kräfte im Kampf gegen Corona-Pandemie

17:57
01.12.2021
Die Bundeswehr mobilisiert Tausende weitere Soldaten, um beim Kampf gegen die heftige vierte Corona-Welle zu helfen. Bis zum kommenden Dienstag wird das Kontingent von derzeit 8000 Kräften um weitere 4000 auf dann 12 000 Soldaten aufgestockt, wie die Streitkräftebasis in Bonn am Mittwoch mitteilte.

Ein Drittel der Soldaten, also 4000, haben demnach eine Reaktionszeit von nur 48 bis 72 Stunden. Für die übrigen gelten abgestufte Reaktionszeiten von 7 bis 14 Tagen.

Schon jetzt hilft die Bundeswehr mit 5900 Soldatinnen und Soldaten im Rahmen der Amtshilfe in 14 Bundesländern, wie es hieß. Schwerpunkte sind Bayern (1700), Sachsen (480) und Nordrhein-Westfalen (570). Weitere 90 Anträge auf Amtshilfe mit 900 Kräften, unter anderem für Gesundheitsämter und Impfzentren, seien sind in Vorbereitung - «Tendenz weiter steigend», wie es hieß.

Der Nationale Territoriale Befehlshaber, Generalleutnant Martin Schelleis, erklärte, die Bewältigung der Corona-Pandemie habe für das Land oberste Priorität. «Da ist jede und jeder gefragt - auch unsere Bundeswehr. Wir unterstützen in dieser Notlage so lange, wie wir gebraucht werden.»

(dpa)

Lage auf Intensivstationen spitzt sich zu - Zahl hat sich verdoppelt

17:36
01.12.2021
Die Zahl der Corona-Patienten auf den baden-württembergischen Intensivstationen hat sich innerhalb von vier Wochen mehr als verdoppelt. Lagen zu Beginn des vergangenen Monats noch etwas weniger als 300 Menschen im Zusammenhang mit Corona in einem Intensivbett, so wurden am Mittwoch bereits 630 erkrankte Männer und Frauen wegen Covid-19 intensivmedizinisch behandelt (Stand 16.00 Uhr). Das sind acht mehr als am Tag zuvor. Mehr als die Hälfte von ihnen (350) wird dabei künstlich beatmet, wie das Landesgesundheitsamt (LGA) am Mittwoch mitteilte.

Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) hatte am Dienstag gesagt, Baden-Württemberg sei mit Blick auf die überlasteten Intensivstationen auf Patienten-Verlegungen ins Ausland vorbereitet. Mehrere Staaten haben bereits angeboten, Covid-Intensivpatienten aus dem Südwesten aufzunehmen. Bislang wurden baden-württembergische Patienten wegen der regionalen Überlastung von Intensivstationen nur innerhalb Deutschlands verlegt.

Nach einem leichten Rückgang hat die Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg am Mittwoch wieder deutlich angezogen. Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche lag nach LGA-Angaben bei 519,4 nach 508,8 am Vortag. Auch der geschätzte Sieben-Tages-R-Wert legte im Vergleich zum Dienstag leicht zu von 0,89 auf 0,90. Liegt der Wert längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Nach den ersten Fällen der neuen Coronavirus-Variante Omikron im Südwesten erhöhte sich deren Zahl laut LGA-Bericht am Mittwoch nicht.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz (Krankenhauseinweisungen pro 100 000 Menschen und Woche) lag bei 6,4 (Vortag: 6,3). Der Wert spielt eine wesentliche Rolle für die Beurteilung des Infektionsgeschehens. Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen ist aber in der Regel höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor.

Seit Beginn der Pandemie wurden landesweit bislang 846 954 Covid-19-Fälle gezählt. Es gab 11 838 Todesfälle. Seit Dienstag kamen 36 dazu.

(dpa/lsw)

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