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1500 Corona-Demonstranten in Gotha - mehrere Straftaten gemeldet

07:00
13.12.2021
Knapp 1500 Menschen sind am Sonntag im thüringischen Gotha zu einer nicht angemeldeten Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen zusammengekommen. Es seien mehrere Straftaten begangen worden, darunter ein Flaschenwurf auf einen Polizisten, teilte die Polizei in der Nacht zum Montag mit. Verletzt worden sei aber niemand. Darüber hinaus sei gegen das Betäubungsmittel- und Waffengesetz verstoßen worden. Außerdem wurden Zeichen verfassungswidriger Organisationen gezeigt. Auch verstießen die Demonstrationsteilnehmerinnen und -teilnehmer gegen die Hygieneschutzmaßnahmen, trugen teils keine Masken und hielten Mindestabstände nicht ein. Gegen den mutmaßlichen Versammlungsleiter wurde ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

Im Kreis Gotha lag der Sieben-Tage-Wert am Sonntag bei 1379,3 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner. Am Samstag waren dort verschärfte Pandemie-Regelungen in Kraft getreten. So dürfen nur Getestete und Genesene mit einem zusätzlichen aktuellen Negativtest in Gaststätten und für touristische Übernachtungen einkehren. Diese Vorschrift gilt auch für öffentliche Veranstaltungen in geschlossenen Räumen, für Kulturveranstaltungen, in Kinos und bei körpernahen Dienstleistungen wie Kosmetik. Die Testpflicht entfällt für Menschen, die bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten haben.

Auch in anderen Städten in Thüringen wurde am Wochenende teils gewaltvoll demonstriert. In Greiz etwa wurden am Samstagabend bei Protesten 14 Polizisten verletzt. Zu dem in sozialen Medien beworbenen Protest waren bis zu 1000 Menschen in die ostthüringische Stadt gekommen, wie die Polizei mitteilte.

(dpa)

Ministerin: Kinderimpfungen helfen Präsenzunterricht zu sichern

06:59
13.12.2021
Zum Start der Impfungen mit einem Corona-Impfstoff für Fünf- bis Elfjährige hat Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger dazu aufgerufen, die Impfangebote für Kinder zu nutzen. Eine Impfung biete einen guten Schutz, auch und gerade für Kinder mit Vorerkrankungen, sagte die FDP-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag). Zudem sei die Impfung von Schulkindern ein wichtiger Beitrag, um Präsenzunterricht zu sichern. «Wir sollten alle Möglichkeiten ausschöpfen, um erneute flächendeckende Schulschließungen zu verhindern», betonte die Ministerin. Jede Impfung helfe, die Verbreitung des Virus einzudämmen.

Die Generalsekretärin der Bundesschülerkonferenz, Katharina Swinka, fordert mobile Impfteams in den Schulen und eine bessere Aufklärung über die Impfung. Die ganzen Informationen seien von oben eingeprasselt, wirklich kindgerecht sei das Thema in den seltensten Fällen erklärt worden, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. «Zudem sollten auch mobile Impfteams an die Schulen kommen, weil Schulen ein sozialer Ballungsort sind.»

Die Kinderimpfungen sollen in dieser Woche in Deutschland anlaufen. Für Fünf- bis Elfjährige wird ein niedriger dosiertes und anders abgefülltes Präparat im Vergleich zum herkömmlichen Biontech/Pfizer-Impfstoff verwendet. Die Ständige Impfkommission (Stiko) hatte eine Impfung von Kindern von fünf bis elf Jahren empfohlen, die Risikofaktoren für einen schweren Covid-19-Verlauf oder Angehörige mit hohem Risiko haben. Außerdem können Eltern nach individueller Aufklärung auch ihre gesunden Kinder impfen lassen.

(dpa)

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