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Pforzheim will bei 24-Stunden-Impfmarathon 6000 Spritzen setzen

08:14
11.12.2021
Bei einem 24-stündigen Impfmarathon sollen am Samstag in Pforzheim 6000 Menschen gegen das Coronavirus gewappnet werden. Am Freitagnachmittag waren noch rund 1500 Termine verfügbar. Im Zuge der baden-württembergischen Kampagne #dranbleibenBW wird im Congresscentrum von 0.00 bis 24.00 Uhr eine Impfstation aufgebaut. In vier Schichten à sechs Stunden wollen die Helfer arbeiten, darunter Oberbürgermeister Peter Boch (CDU). Da er nicht selbst impfen darf, soll er «unterstützende Tätigkeiten» übernehmen.

«Für mich ist es eine Selbstverständlichkeit, dass wir als Stadt mit anpacken und die Ärmel hochkrempeln», sagte er. «Jetzt geht es darum, den Menschen möglichst schnell eine Booster-Impfung zu ermöglichen, aber auch bei den Erst- oder Zweitimpfungen weiter aufzuholen.»

Seit Tagen rangiert Pforzheim unter den 44 Stadt- und Landkreisen im Südwesten bei der Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen mit an der unrühmlichen Spitze. Die Werte in der Stadt liegen bei über 700, tageweise über 800 Nachweisen je 100 000 Einwohnern. Nur in wenigen Regionen in Baden-Württemberg ist die Inzidenz noch höher.

Organisiert hat die Aktion die Pforzheimer Pandemiebeauftragte und Ärztin Nicola Buhlinger-Göpfarth. «Wir haben schon öfters bewiesen, dass wir mit außergewöhnlichen Aktionen Menschen besonders gut erreichen können», sagte sie. Unter anderem hatte die Medizinerin im Mai Freiwillige auf einem Supermarkt-Parkplatz mit Impfstoff von Astrazeneca geimpft, der in ihrer Praxis übrig geblieben war.

Es ist auch nicht die einzige Impfaktion an diesem Wochenende: In Mannheim hat eine Initiative von Urologen, der Universitätsmedizin Mannheim, der Stadtverwaltung und dem Quartier Q 6 Q 7 einen «Großen Impf-Tag» angesetzt. 1000 Impfdosen stehen zur Verfügung.

Mehrere Profisportvereine wollen zudem kommende Woche ebenfalls mit 24-Stunden-Impfaktionen die Impfquote erhöhen. Unter dem Motto «Unsere Offensive: Impfen» sollen am Mittwoch und Donnerstag möglichst viele Menschen in Stadien und Sporthallen geimpft werden.

(dpa)

Kapitel

Freitag, 10. Dezember

Corona-Inzidenz im Südwesten sinkt weiter auf 467,5

19:38
10.12.2021
Die Sieben-Tage-Corona-Inzidenz ist in Baden-Württemberg weiter gesunken. Sie lag am Freitag laut Landesgesundheitsamt bei 467,5 Menschen, die sich in einer Woche pro 100 000 Einwohner infizierten. Am Donnerstag hatte der Wert bei 491,7 gelegen.

Die Zahl der bestätigten Infektionsfälle seit Beginn der Pandemie stieg um 7892 auf 924 163. Es gab im Südwesten binnen 24 Stunden 65 weitere Tote im Zusammenhang mit dem Virus - die Gesamtzahl stieg damit auf 12 241. Landesweit liegen derzeit 666 Covid-Patienten auf Intensivstationen - das sind 4 mehr als am Donnerstag.

Unter den 44 Stadt- und Landkreisen hat Heidelberg die niedrigste Sieben-Tage-Inzidenz: 282,2. Am höchsten ist sie im Kreis Tuttlingen mit 862,5.

Auch in der Landeshauptstadt Stuttgart dürfen von diesem Samstag an Nicht-Immunisierte das Haus nachts nur noch mit «triftigem Grund» verlassen. Hintergrund sei, dass in den vergangenen zwei Tagen die Sieben-Tage-Inzidenz in Stuttgart jeweils über dem Schwellenwert von 500 lag, teilte die Stadt am Freitagabend mit. Nächtliche Ausgangssperren für Ungeimpfte gab es unter anderem zuvor schon im Schwarzwald-Baar-Kreis, im Ostalbkreis und in Biberach.

Bislang wurden 24 Fälle der Omikron-Variante (B.1.1.529) aus Baden-Württemberg an das Landesgesundheitsamt übermittelt. Am Vortag waren es 23.

(dpa/lsw)

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