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20211209165601

Credit-Suisse-Chefaufseher verstieß gegen Quarantäneregeln

16:55
09.12.2021
Der Chefaufseher der Bank Credit Suisse hat gegen Schweizer Quarantäneregeln verstoßen. Verwaltungsratspräsident António Horta-​Osório hätte nach einer Ankunft aus Großbritannien in Zürich am 28. November zehn Tage in Quarantäne gehen müssen, verließ das Land aber nach drei Tagen wieder in einem Privatjet, wie die Bank bestätigte. In einer Stellungnahme der Bank bedauerte der Manager den Fehler. Er habe Selbstanzeige erstattet, bestätigte ein Sprecher am Donnerstag. Die Zeitung «Blick» hatte den Fall am Mittwochabend publik gemacht.

Der portugiesisch-britische Doppelstaatler war in diesem Jahr bei der CS angetreten. Die Bank durchlebt turbulente Zeiten. Konzernchef Tidjane Thiam trat im vergangenen Jahr nach einer Affäre wegen der Beschattung von Bankmanagern zurück und wurde durch Thomas Gottstein ersetzt. Die Aktien der Bank notierten am Nachmittag gut 1,2 Prozent im Minus. Seit dem finanziellen Debakel um den Hedgefonds Archegos Ende März war der Kurs bereits abgestürzt. Horta-Osório hatte im November einen Umbau der Bank angekündigt.

Die Schweiz hatte die Quarantäneregel für Ankünfte aus einigen Ländern im November verhängt. Sie galt zum Zeitpunkt von Horta-Osórios Flug aus Großbritannien, ist inzwischen aber wieder aufgehoben worden.

(dpa)

Südkorea akzeptiert Corona-Impfnachweis aus dem Ausland

16:54
09.12.2021
Nach Kritik ausländischer Vertretungen hat Südkorea seine Regelung für den Nachweis einer Corona-Schutzimpfung bei Ausländern geändert. Bisher wurden in Südkorea die Nachweise bei ausländischen Staatsbürgern nicht anerkannt, wenn sie außerhalb des ostasiatischen Landes geimpft wurden. Sie habe nun «ihre Politik für die Anerkennung des vollständigen Impfstatus verbessert», teilte die Behörde für Krankheitskontrolle und Prävention (KDCA) am Donnerstag mit. Sobald sie ihre im Ausland vorgenommenen Impfungen in Südkorea registrieren ließen, würden auch Ausländer ein Covid-19-Impfzertifikat erhalten.

Auch wird es ihnen demnach ermöglicht, eine Auffrischungsimpfung im Land zu erhalten. Durch die bisherige Regelung war dies in der Regel unmöglich. Die alte Regelung hatte bei der EU-Delegation in Südkorea und weiteren Botschaften für Irritationen gesorgt. Sie riefen die Regierung auf, ihre Politik zu ändern. Die deutsche Botschaft äußerte sich auf Twitter nach der Änderung erfreut. Die gemeinsamen Bemühungen mit den EU-Ländern und anderen Partnern hätten zum Erfolg geführt.

Im Gegensatz zu Ausländern, für die keine Ausnahme von den Quarantäne-Regelungen gemacht wurde, hatten die Behörden den Impfstatus von im Ausland geimpften Südkoreanern anerkannt. Damit war es betroffenen ausländischen Besuchern in der Regel nicht möglich, Restaurants, Cafés, Kinos oder andere Orte zu besuchen, wo ein Nachweis verlangt wird.

(dpa)

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