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VfB Stuttgart geht von Geisterspielen bis Weihnachten aus

15:20
01.12.2021
Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart rechnet angesichts der sich zuspitzenden Corona-Lage nach eigenem Bekunden mit zwei Heimspielen ohne Zuschauer bis Weihnachten. Auch wenn es bisher noch keine entsprechende Verordnung gebe, müsse man aktuell davon ausgehen, «dass wir die beiden letzten Heimspiele 2021 nur ohne Zuschauer austragen dürfen», teilte der Club am Mittwoch mit. Betroffen wären die Partien gegen Hertha BSC an diesem Sonntag (15.30 Uhr) sowie gegen den FC Bayern München am 14. Dezember.

VfB-Vorstandschef Thomas Hitzlsperger sagte: «Spiele ohne Zuschauer würden uns vor extreme Herausforderungen stellen.» Man werde nun Maßnahmen ergreifen, um sowohl die politischen Vorgaben zu erfüllen als auch «unser wirtschaftliches Überleben» zu sichern. Details zu letzterem Punkt nannte Hitzlsperger nicht.

Der Vorstandschef erklärte, man unterstütze zwar alle Anstrengungen, um die Pandemie in den Griff zu bekommen. «Zugleich appellieren wir an die Politik, den organisierten Sport wieder als Teil der Lösung und nicht als Problem wahrzunehmen.»

Bund und Länder wollen an diesem Donnerstag final über strengere Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie entscheiden. Dabei geht es unter anderem um Details einer bereits ins Auge gefassten bundesweiten Verringerung der Zuschauerzahlen bei Großveranstaltungen wie der Bundesliga. Ziel der Politik ist es, hier eine einheitliche Linie, die dann für alle Bundesländer gelten soll, zu finden.

(dpa)

Städtetagspräsident Kurz: Ohne Trendwende harter Lockdown nötig

14:38
01.12.2021
Der Präsident des Städtetages Baden-Württemberg, Mannheims Oberbürgermeister Peter Kurz (SPD), hält einen harten Lockdown für nötig, wenn sich die Corona-Lage in den kommenden Tagen weiter verschärft. «Wir sind an einem Punkt, an dem weitere kleine Schritte keinen Sinn mehr machen», sagte Kurz dem «Mannheimer Morgen» am. «Entweder wir sehen jetzt eine Trendwende, oder es bleibt keine andere Wahl mehr, als das öffentliche Leben wieder weitgehend herunterzufahren.» Bis auf Schulen und Kitas müsse man «alle Bereiche massiv herunterfahren». Der Lockdown müsse aber «verbunden werden mit der Perspektive, dass es so etwas nie wieder geben wird», sagte Kurz. «Und das bedeutet: allgemeine Impfpflicht. Anders könnte man es der geimpften Mehrheit nicht mehr erklären.»

Der Landkreistag begrüßte es, dass das Land die Corona-Lenkungsgruppe wieder aktiviert hat und sich mit der kommunalen Ebene austauscht, wie der Hauptgeschäftsführer des Landkreistags, Alexis v. Komorowski, am Mittwoch in Stuttgart sagte. «Denn es ist wichtig, dass Land und Kommunen sich intern abstimmen und nach außen geschlossen auftreten. Vielstimmigkeit hilft inmitten einer Krise nicht weiter, sondern schürt nur Verunsicherung.» Entscheidend für die Landkreise sei, dass die Bildungs- und Betreuungseinrichtungen offengehalten würden. An diesem Oberziel seien die anstehenden Corona-Maßnahmen zu messen.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte am Dienstag Verschärfungen der Corona-Regeln in den kommenden Tagen in Aussicht gestellt. Man werde «ziemlich sicher» regeln, dass Fußballspiele und Sportgroßveranstaltungen nur ohne Publikum stattfinden können. Diskotheken und Clubs sollen schließen. Die Abgabe von Alkohol im öffentlichen Raum soll verboten werden, sofern sich die Lage auf den Intensivstationen nicht bessert.

(dpa/lsw)

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