Letztes Update:
20211201144008

Finanzielle Hilfe für Schausteller wird verlängert

14:34
01.12.2021
Das Wirtschaftsministerium unterstützt die von der Absage der Weihnachtsmärkte besonders belasteten Schausteller und Marktkaufleute weiter finanziell. Für sie und Unternehmen der Veranstaltungs- und Eventbranche, des Taxi- und Mietwagengewerbes sowie Dienstleister des Sports, der Unterhaltung und Erholung wurde die Antragsfrist für den Tilgungszuschuss II bis Ende März 2022 verlängert.

Ressortchefin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) sagte am Mittwoch in Stuttgart: «Durch die neuen pandemiebedingten Einschränkungen im Veranstaltungs- und Freizeitbereich stehen viele Betriebe wieder mit dem Rücken zur Wand.» Hinzu kämen die fehlende Planungssicherheit sowie die im Hinblick auf den Neustart notwendigen Investitionen in Betriebsmittel.

Der Präsident des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertages (BWIHK), Wolfgang Grenke, sagte, ein Großteil entgangener Umsätze und damit Einkommensmöglichkeiten seien in den hart betroffenen Dienstleistungsbranchen nicht nachholbar. «Die weiterhin fehlenden Einnahmen führen in Verbindung mit den weiterlaufenden Grundkosten wie beispielsweise Tilgungsraten zur existenziellen Bedrohung vieler Betriebe.»

(dpa/lsw)

Boris Johnson weist Bericht über verbotene Lockdown-Partys zurück

13:25
01.12.2021
Der britische Premierminister Boris Johnson hat einen Bericht über verbotene Lockdown-Partys in seinem Amtsitz in der Downing Street zurückgewiesen. «Alle Richtlinien sind von [Downing Street] Nummer 10 befolgt worden», sagte Johnson am Mittwoch im Londoner Unterhaus auf die Frage nach einer angeblichen Weihnachtsfeier im Dezember 2020, bei der sich Dutzende Mitarbeiter vergnügt haben sollen, während sich das Land im strikten Lockdown befand.

Der «Mirror» berichtete neben der angeblich von Johnson geduldeten Weihnachtsfeier noch von einer weiteren Party in der Downing Street im November 2020, bei der Johnson zum Abschied eines Beraters selbst eine Rede gehalten haben soll. Bei beiden Feiern sollen 40 bis 50 Menschen dabei gewesen sein, was unter den damaligen Corona-Beschränkungen illegal gewesen wäre. Eine vom «Mirror» zitierte, nicht-genannte Insider-Quelle erzählte: «Es war ein Corona-Alptraum.»

Durch die gesamte Pandemie hinweg mussten sich die konservative Regierung von Boris Johnson und ihre Berater immer wieder den Vorwurf gefallen lassen, ihre eigens verhängten Regeln selbst nicht einzuhalten. So war Ex-Berater Dominic Cummings bei einer unerlaubten Fahrt durchs Land erwischt worden und Ex-Gesundheitsminister Matt Hancock verlor seinen Job, nachdem seine Lockdown-Affäre mit einer Mitarbeiterin aufgeflogen war. «Eine Regel für sie, eine andere Regel für alle anderen» ist zum geflügelten Ausdruck im Land geworden.

(dpa)

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