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Selbstgewählte Schul-Quarantäne vor Weihnachten möglich

10:00
08.12.2021
Schülerinnen und Schüler können sich in Baden-Württemberg unmittelbar vor den Weihnachtsferien für mehrere Tage in eine selbstgewählte Quarantäne begeben. Damit soll die Infektionsgefahr vor den Ferien begrenzt werden, heißt es in einem Brief des Kultusministeriums an die Schulen im Land.

Das Ministerium verstehe den Wunsch einiger Eltern, sich in der Zeit unmittelbar vor den Feiertagen isolieren zu wollen. «Deshalb eröffnen wir im Zeitraum vom 20. bis zum 22. Dezember 2021 als besondere Ausnahmeregelung die Möglichkeit, dass sich Schülerinnen und Schüler in eine selbstgewählte Quarantäne begeben», heißt es im Brief, über den zunächst der SWR am Mittwoch berichtet hatte.

Die Beurlaubung vom Präsenzunterricht müsse schriftlich beantragt werden. Schüler müssten in diesen Tagen aber die Aufgaben erledigen, die sie von der Schule als eine Art Hausaufgabe bekommen hätten.

Ziel bleibe es aber weiterhin, Schulen und Kitas offen zu halten, heißt es in dem Schreiben an die Schulen. «Und wir werden nach derzeitigem Stand auch den Beginn der Weihnachtsferien nicht vorziehen.» Es könne jedoch auch keine Maßnahme kategorisch ausgeschlossen werden.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) nannte die Quarantäne-Entscheidung nachvollziehbar. Sie entspanne die Situation und sei für die Lehrkräfte vertretbar. «Das kann aber auch keine Dauerlösung sei», sagte GEW-Geschäftsführer Matthias Schneider.

(dpa)

In Sitzungspause: Alice Weidel regt sich über Fragen zur Impfung auf

09:46
08.12.2021
Am Rande der Bundestagssitzung zur Wahl des neuen Bundeskanzlers hat sich die Vorsitzende der AfD-Fraktion, Alice Weidel, in einem Interview aufgeregt.

Auslöser waren Fragen eines Phoenix-Journalisten zur Impfung gegen Covid-19. Weidel, die nach eigener Aussage mit dem Coronavirus infiziert war und inzwischen genesen ist, sagte: «Sie können die Menschen so nicht zur Impfung zwingen.

Das ist kontraproduktiv». Es gebe beispielsweise auch Bürger, die auf die Zulassung eines Totimpfstoffes warteten. Sie selbst lasse sich schließlich «auch nicht von irgendwelchen ahnungslosen Politikern sagen», was sie in Bezug auf ihre eigene Gesundheit zu tun habe.

Weidel beklagte sich über das hartnäckige Nachfragen des Journalisten. Der gab zurück, er habe ihre Ausführungen zur Impfskepsis nicht überzeugend gefunden. Daraufhin sagte Weidel: «Und Ihre Fragen sind auch nicht überzeugend.» Ihre Fraktionskollegen René Springer und Beatrix von Storch nahmen an der Sitzung nicht teil. Sie wurden nach eigenen Angaben beide positiv auf das Coronavirus getestet und befanden sich daher am Mittwoch in Quarantäne. Die AfD hält die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie generell für überzogen. Mehrere AfD-Abgeordnete verfolgten die Sitzung von einer Tribüne aus, weil sie weder eine Impfung noch eine Genesung von Covid-19 nachweisen können oder wollen, noch bereit sind, sich testen zu lassen.

(dpa)

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