Letztes Update:
20211208094633

Ein Jahr nach Start der Kampagne: Charles wirbt fürs Impfen

09:23
08.12.2021
Am Jahrestag der britischen Corona-Impfkampagne haben Thronfolger Prinz Charles (73) und seine Frau Herzogin Camilla (74) fürs Impfen geworben.

«Alle, die noch keine Impfung erhalten haben oder mit der Auffrischungsimpfung zögern, können wir nur auffordern, sich die Beweise auf unseren Intensivstationen anzusehen und denen zuzuhören, die dort arbeiten», hieß es in einer Mitteilung am Mittwoch.

Es sei mindestens zehn Mal wahrscheinlicher, dass Ungeimpfte in Kliniken müssen oder sterben als Geimpfte. «Deshalb fordern wir alle auf, sich impfen zu lassen und den Booster zu bekommen, wie wir es selbst getan haben.»

Am 7. Dezember 2020 hatte Großbritannien damit begonnen, Menschen flächendeckend gegen das Coronavirus zu impfen. Als erste erhielt Margaret Keenan in Coventry eine Dosis. Die mittlerweile 91-Jährige forderte die Briten am Mittwoch ebenfalls auf, sich impfen zu lassen. «Das beste Weihnachtsgeschenk, das ich haben könnte, ist, bei guter Gesundheit zu sein, die Spritze erhalten zu haben und mich frei von diesem furchtbaren Virus zu fühlen», sagte Keenan.

Dass Charles und Camilla offen über ihren Impfstatus sprechen, ist nicht selbstverständlich. Gesundheitsfragen der Royals sind eigentlich Privatsache. Allerdings haben mehrere Mitglieder der königlichen Familie bereits offen übers Impfen gesprochen: Queen-Enkel Prinz William und seine Ehefrau Herzogin Kate (beide 39) ließen sich bei ihrer Impfung fotografieren. Zudem informierte der Buckingham-Palast über die erste Impfung von Queen Elizabeth II. (95). Der ungewöhnliche Schritt sollte dazu beitragen, Spekulationen und Falschinformationen einen Riegel vorzuschieben.

(dpa)

Umfrage: "Generation Mitte" trotz Corona wieder optimistischer

09:23
08.12.2021
Im zweiten Corona-Herbst hat die «Generation Mitte» laut einer Studie ihre Zuversicht langsam wieder zurück gewonnen.

Allerdings fühlen sich viele zunehmend gestresst und haben Sorgen vor steigenden Preisen. Das ergab eine Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), die am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde.

37 Prozent der befragten 30- bis 59-Jährigen gaben in der Umfrage an, mit Optimismus in die Zukunft zu schauen. Das ist zwar noch weit entfernt vom Niveau vor der Corona-Pandemie, aber doch deutlich mehr als im vergangenen Jahr mit 22 Prozent. 2020 hatte sich jeder Dritte häufig gestresst gefühlt, nun lag der Anteil bei 39 Prozent.

(dpa)

Labortests: Impfstoffe erzeugen schwächere Immunantwort gegen Omikron

09:22
08.12.2021
Erste Labor-Untersuchungen zur Wirkung von Corona-Impfstoffen gegen Omikron deuten auf eine schwächere Abwehrreaktion gegen die neue Variante hin.

Die Virologin Sandra Ciesek vom Universitätsklinikum Frankfurt veröffentlichte am Mittwoch erste Ergebnisse auf Twitter, die eine deutlich reduzierte Antikörper-Antwort auf die neue Variante zeigen. «Die Daten bestärken, dass die Entwicklung eines an Omikron angepassten Impfstoffs sinnvoll ist», schrieb Ciesek dazu.

Bereits am Vortag hatten südafrikanische Experten ähnliche Daten vorgelegt, wonach die Antikörperantwort bei Geimpften gegen Omikron schwächer ausfällt.

Ciesek wies aber auch daraufhin, dass aus ihrer Auswertung nicht herauszulesen ist, ob Geimpfte bei Omikron vor einem schweren Verlauf geschützt sind. Denn die Immunantwort beruht nicht nur auf Antikörpern, sondern beispielsweise auch auf T-Zellen.

Um die Wirkung eines Impfstoff gegen eine bestimmte Variante von Sars-CoV-2 zu untersuchen, machen Forscher in der Regel sogenannte Neutralisationstests. Es wird geschaut, wie viele Antikörper ein Geimpfter im Blut hat, die an die Virusvariante binnen können und sie damit ausschalten. Der tatsächliche Schutz von Geimpften kann damit aber nicht bestimmt werden, dafür braucht es klinische Studien mit Tausenden Probanden oder Auswertungen des laufenden Infektionsgeschehens.

Den Angaben von Ciesek zufolge ist die Antikörperantwort gegen Omikron drastisch reduziert im Vergleich zur Delta-Variante - auch bei Menschen mit Auffrischimpfung gibt es eine Reduktion. Die Daten sind bislang nicht von Fachkollegen begutachtet und nicht in einem Fachmagazin veröffentlicht.

Forscher des Africa Health Research Institute in Südafrika hatten am Dienstag vorläufige Daten zur Wirksamkeit des Biontech/Pfizer-Vakzins gegen Omikron veröffentlicht. Die Ergebnisse legen einer Mitteilung zufolge nahe, dass die Virusvariante der Antikörperantwort von zweifach Geimpften entkommt. Bei Geimpften, die zusätzlich infiziert waren, war demnach aber eine beträchtliche Antikörperantwort messbar. Auch diese Ergebnisse sind noch nicht in einem Fachjournal veröffentlicht.

(dpa)

Möchten Sie alle externen Inhalte laden?
Datenschutzerklärung
Inhalt laden