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Tui bilanziert Geschäftsjahr - neue Unsicherheit durch Omikron

16:54
07.12.2021
Gerade erst hatte sich im Tourismus wieder etwas Zuversicht breit gemacht - dann kamen neue Einschränkungen und die Omikron-Mutation. Tui informiert jetzt über den Verlauf der letzten Monate. Besonderes Interesse von Urlaubern und Anlegern gilt aber der Aussicht auf 2022.

Der größte Reisekonzern Tui blickt am Mittwoch (8.00 Uhr) auf das Geschäftsjahr 2020/2021 (bis Ende September) zurück und will eine Einschätzung zur aktuellen Lage in der angelaufenen Wintersaison abgeben. Dabei dürfte es auch um mögliche Auswirkungen der neuen Omikron-Variante des Coronavirus auf den weltweiten Tourismus gehen. Ende November hatte die deutsche Tui-Veranstaltersparte trotz neuer Rückschläge wie dem Lockdown in Österreich und Warnhinweisen von relativ guten Buchungen berichtet. Jedoch hatten sich zuletzt weitere Einschränkungen in verschiedenen Urlaubsländern angedeutet.

Konzernchef Fritz Joussen will sich nach der Zahlenvorlage in einer ergänzenden Videokonferenz äußern. Der Leiter von Tui Deutschland, Stefan Baumert, hatte sich jüngst noch recht optimistisch gezeigt. So gebe es positive Gewöhnungseffekte bei den Kunden: Inzwischen sei regelmäßiges Testen oder der Nachweis des Impfstatus meist kein großes Problem mehr. Virologen und Gesundheitspolitiker weisen allerdings auf die bestehenden Impflücken in manchen Regionen hin.

Nach dem dritten Geschäftsquartal (Ende Juni) hatte die Tui-Gruppe durchwachsene Zahlen gemeldet. Vor allem im wichtigen britischen Markt waren die Buchungen bis zum Sommer eher schwach geblieben, in Deutschland lief es besser. Unterm Strich stand ein Verlust, der mit 935 Millionen Euro um ein Drittel niedriger ausfiel als im Vorjahr. Anfang Oktober lagen die flüssigen Mittel bei 3,4 Milliarden Euro.

Tui erhielt Milliarden-Staatshilfen. Im Herbst gab der Aufsichtsrat den Weg für eine neue Kapitalerhöhung frei. Sie soll den finanziellen Spielraum erweitern - auch für die geplante Rückzahlung der Hilfen.

(dpa)

Schweden legt Plan für erneute Corona-Maßnahmen vor

16:53
07.12.2021
Trotz verhältnismäßig niedriger Corona-Zahlen rüstet sich Schweden mit einem neuen Maßnahmenplan für eine Zeit mit angespannterer Lage im Gesundheitswesen. Bereits ab Mittwoch sollten Reisende in öffentlichen Verkehrsmitteln einen Mund-Nasen-Schutz tragen, sagte Gesundheitsministerin Lena Hallengren am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Stockholm. Arbeitgeber sollten ihren Angestellten zudem ermöglichen, aus dem Homeoffice zu arbeiten, Erwachsene im öffentlichen Raum Abstand zueinander halten und Gaststätten Gedränge vermeiden.

Der Einsatz des vor einer Woche eingeführten Corona-Impfnachweises soll zeitnah etwa auf Restaurants und Fitnessstudios ausgeweitet werden, wie Hallengren ankündigte. Wenn sich die Infektionslage und die Belastung des Gesundheitswesens dennoch weiter verschlechterten, könnten in zwei Schritten weitere Maßnahmen folgen. Am wichtigsten sei aber nach wie vor, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen, unterstrich die Ministerin ebenso wie die neue Regierungschefin Magdalena Andersson an ihrer Seite.

Schweden hat seit Beginn der Pandemie auf einen Sonderweg mit vergleichsweise lockeren Corona-Maßnahmen gesetzt. In dem Zuge hatte das Land im Vergleich zum Rest Skandinaviens und auch zu Deutschland lange Zeit mit sehr hohen Corona-Zahlen zu kämpfen. Derzeit sind diese Zahlen in dem skandinavischen Land jedoch niedriger als in den meisten anderen Ländern der EU. Die Zahl der Neuinfektionen steige zwar auch in Schweden, liege aber nach wie vor auf einem verhältnismäßig niedrigen Niveau, sagte Andersson.

(dpa)

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