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Bund: Genug Dosen für mehr Corona-Auffrischimpfungen verfügbar

11:41
01.12.2021
Für die bis Jahresende geplante Beschleunigung von Corona-Auffrischimpfungen ist laut Bundesgesundheitsministerium genug Impfstoff verfügbar. Aktuell würden bis einschließlich nächster Woche 28 Millionen Dosen ausgeliefert, sagte ein Sprecher am Mittwoch in Berlin. Eine Knappheit sei nicht zu sehen. Es hänge aber auch vom Bestellverhalten von Praxen und Impfstellen ab, dass Impfstoff sie erreiche. In der vergangenen Woche habe es einzelne Nachbestellungen gegeben, die dann häufig nicht mehr bedienbar gewesen seien. Den Bund hätten Rückmeldungen aus zehn Ländern erreicht, dass es Probleme gebe - beispielsweise Hessen habe sich aber nicht vorab deswegen gemeldet.

Der designierte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte nach einer Bund-Länder-Beratung am Dienstag das Ziel betont, dass bis Jahresende bis zu 30 Millionen Menschen geimpft werden sollen. Um die operative Umsetzung mit Lieferungen und Verteilung soll sich auch ein neuer Bund-Länder-Krisenstab im Kanzleramt kümmern. Aus einigen Regionen waren Klagen von Impfstellen laut geworden, dass Impfstoff mangele. Der hessische Hausärzteverband kritisierte, dass ausgerechnet jetzt nicht genug Impfstoff in den Praxen ankomme, sei «eine vollständige Katastrophe», wie der Vorsitzende Armin Beck der dpa sagte.

Das Gesundheitsministerium erläuterte, dass für konkrete Impfangebote vor Ort die Länder zuständig seien. In den Ländern würden jetzt Impfzentren wieder hochgefahren, auch die Praxen täten alles, um mehr zu impfen. Konkret seien in dieser und der vergangenen Woche insgesamt 18 Millionen Dosen vom Bund ausgeliefert worden, weitere zehn Millionen Dosen sollen kommende Woche folgen. Darüber hinaus stünden noch weitere 25 Millionen Dosen für Verstärkungen («Booster») schon länger zurückliegender Impfungen zur Verfügung. Dafür können die Impfstoffe von Biontech und Moderna eingesetzt werden, wobei für Biontech vorerst Bestell-Obergrenzen gelten.

(dpa)

«1Live Krone»-Gala wegen Corona abgesagt - stattdessen Radiosendung

11:10
01.12.2021
Die Verleihung des WDR-Musikpreises «1Live Krone» am 9. Dezember ist wegen der Corona-Pandemie als Präsenzveranstaltung abgesagt worden. Statt der geplanten Show vor Publikum in der Bochumer Jahrhunderthalle würden die Preise nun bei einer Radiosendung verliehen, teilte der WDR am Mittwoch mit. Das sei «sehr traurig, weil wir mit der großen Liveshow eine Branche gebührend ehren wollten, die sehr unter Corona gelitten hat und immer noch leidet», erklärte der Sender. Angesichts der Lage sei die Entscheidung aber zum Schutz aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer unvermeidlich, so WDR-Programmchef Jochen Rausch.

«Wir sind unfassbar traurig, glauben aber, dass es die einzig richtige Entscheidung ist», teilte der Jugendsender 1Live in den Sozialen Medien und auf seiner Homepage an seine Hörer und Hörerinnen gerichtet mit. Bis zum 6. Dezember könne über die Nominierten abgestimmt werden, so dass die Gewinner und Gewinnerinnen am 9. Dezember coronakonform im Radio und den Social-Media-Kanälen gefeiert werden könnten. Auf den Plattformen reagierten viele Musikfans enttäuscht, aber mit Verständnis. So auch Rapper und mehrfacher Krone-Preisträger Casper: «absolut richtig aber auch» postete er nebst traurigen Emojis bei Instagram in Reaktion auf die Absage.

Bereits im vergangenen Jahr war der in der Pop-Szene fest verankerte Preis wegen der Pandemie ohne Publikum in den WDR-Studios in Köln-Bocklemünd produziert worden. In diesem Jahr hatte der WDR den Preis eigentlich wieder vor Publikum verleihen wollen. Davon sollte «auch eine starke Signalwirkung für die gesamte Musik- und Entertainment-Branche ausgehen», wie der WDR noch Anfang November mitgeteilt hatte.

(dpa)

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