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20211201110314

Teichert: Gesundheitsämter kommen mit Corona-Melden nicht hinterher

11:02
01.12.2021
Viele Gesundheitsämter kommen derzeit beim Bearbeiten von positiven Corona-Nachweisen laut der Verbandschefin der Amtsärzte nicht mehr hinterher. «Ich gehe davon aus, dass die gemeldeten Zahlen nur ein Teil der positiven Nachweise sind», sagte die Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD), Ute Teichert, der Deutschen Presse-Agentur. Die Gesundheitsämter können demnach - mit regionalen Unterschieden - eingehende Meldungen von Corona-Fällen nicht mehr zeitnah an das zuständige Robert Koch-Institut (RKI) weitergeben, eine Untererfassung sei die Folge.

Das stellt die Aussagekraft der aktuellen 7-Tages-Inzidenzen infrage, die eine Entspannung der Corona-Lage suggerieren. So gab das RKI den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Mittwochmorgen mit 442,9 an. Das ist etwas niedriger als an den beiden Tagen zuvor.

Die Gesundheitsämter bräuchten mehr Personal angesichts der hohen Infektionszahlen. «Da muss jetzt etwas passieren. Ich sage das ja schon lange, aber jetzt ist es an der Zeit, dass noch mal deutlich zu wiederholen.» Auch die Kontaktnachverfolgung und das Anordnen von Quarantäne seien derzeit stark eingeschränkt, sagte Teichert.

(dpa)

WHO-Mitglieder beschließen Verhandlungen über Pandemie-Vereinbarung

11:01
01.12.2021
Zur besseren Vorbereitung auf künftige Pandemien wollen die 194 Mitgliedsländer der Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen internationalen Pakt schließen. Darauf einigten sie sich am Mittwoch zum Abschluss ihrer Sondersitzung in Genf im Konsens.

Allerdings wird das Werk wohl erst in zweieinhalb Jahren fertig sein, wie aus dem Beschluss hervorgeht. Eine Arbeitsgruppe soll zwar vor dem 1. März 2022 Beratungen aufnehmen. Aber sie soll die Abschlussergebnisse erst zur Jahresversammlung im Frühjahr 2024 präsentieren.

(dpa)

Alter Corona-Krisenstab wird aufgelöst

10:46
01.12.2021
Der bisher mit der Pandemie-Bekämpfung betraute Krisenstab der Bundesministerien für Inneres und Gesundheit wird aufgelöst.

«Aktuell bestehen Arbeitskontakte zwischen dem alten und dem neuen Krisenstab der Bundesregierung, um einen geordneten Übergang sicherzustellen», sagte der Sprecher des Bundesinnenministeriums, Steve Alter, am Mittwoch auf Anfrage. Es sei vorgesehen, dass es nach dieser «Phase der Aufgabenübertragung» keine Doppelstrukturen geben werde.

Der designierte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte am Dienstag Generalmajor Carsten Breuer als Leiter eines neuen Bund-Länder-Krisenstabs im Kanzleramt vorgestellt. Dieser soll die Koordinierung der Impfkampagne mit Lieferungen und Verteilung übernehmen.

Der bisherige Krisenstab von Innen- und Gesundheitsministerium war am Dienstag zu seiner 99. Sitzung zusammengekommen. Er hat seit Beginn der Pandemie Entscheidungen der Bundesregierung zu deren Eindämmung vorbereitet.

(dpa)

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