Letztes Update:
20211207105051

Ministerpräsident Weil kritisiert späte Stiko-Empfehlungen

10:50
07.12.2021
Die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (Stiko) in der Corona-Pandemie kommen nach Einschätzung von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil häufig zu spät.

Mit Blick auf Corona-Schutzimpfungen für Kinder zwischen fünf und zwölf Jahre hoffe er auf eine schnelle und klare Empfehlung, sagte der SPD-Politiker am Dienstag im Landtag.

Deutschland habe auch aufgrund relativ später Stiko-Empfehlungen im internationalen Vergleich immer wieder später mit dem Impfen begonnen, kritisierte der Regierungschef. «Das darf uns jetzt in dieser Situation nicht noch einmal passieren.»

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte Ende November grünes Licht gegeben für die Zulassung des Corona-Impfstoffes der Hersteller Pfizer/Biontech für Kinder ab fünf Jahren in Europa. Eine entsprechende Empfehlung der Stiko gibt es bislang jedoch nicht.

(dpa)

Kretschmann hofft auf Entspannung der Corona-Lage vor Weihnachten

10:14
07.12.2021
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hält eine gewisse Entspannung der dramatischen Corona-Lage noch vor Weihnachten für möglich.

«Ich könnte mir vorstellen, dass wir zu 2G zurückkehren», sagte der grüne Regierungschef in der SWR-Radiosendung «Leute» (Dienstag). Dafür müssten sich aber sehr viele Menschen ihre Auffrischungsimpfung holen. «Wenn sich alle boostern lassen, in dem Zeitraum, die das sollen und können, dann haben sie wieder einen vollen Schutz.»

Seine Hoffnung sei: «Wenn es ganz gut geht, dann können wir wieder wirklich zu 2G zurück, und müssen nicht auch für Geimpfte Maßnahmen machen.»

Derzeit gilt in manchen Lebensbereichen die 2G-plus-Regel, wonach auch Geimpfte und Genesene, deren Impfung beziehungsweise Erkrankung schon mehr als sechs Monate zurückliegt, sich testen lassen müssen. Kretschmann sagte zu der Frage, wie Weihnachten dieses Jahr werde: «Nicht so schön, wie wir es gern hätten. Es wird wieder sehr eng werden mit wenig Leuten. Das müssen wir ertragen. Ich hoffe, dass es wieder besser ist an Weihnachten wie jetzt.»

(dpa)

Kretschmann verspricht: Durchregieren hat nach Pandemie ein Ende

10:10
07.12.2021
Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat den Menschen versprochen, dass sie nach Ende der Corona-Pandemie alle ihre Bürger- und Freiheitsrechte selbstverständlich zurückbekommen. Der Grünen-Politiker sagte in der SWR-Radiosendung «Leute» (Dienstag): «Ich verspreche den Bürgerinnen und Bürgern: Wenn das rum ist, dann wird es wieder ganz normal.»

Das Regieren über Schutzverordnungen bleibe eine Ausnahme, sagte er. «Als Politiker heilt uns das von einem sicher: Das heißt Durchregieren. Da haben Sie keinen Bock mehr drauf.» Wenn der «Schlamassel» vorbei sei, werde er froh sein, den politischen Kurs wieder mit den Bürgern auszuhandeln. Der Ministerpräsident räumte ein, dass er sich nach 20 Monaten Pandemie manchmal selbst zurücknehmen müsse - «dass man nicht in ein Fahrwasser kommt, das sei nun die Politik».

Kretschmann will sich auch um den Dialog mit Gegnern der Corona-Politk bemühen, etwa mit den sogenannten Querdenkern. «Wir dürfen in einer Demokratie niemals einen Bürger aufgeben. Selbst wenn Leute ins Gefängnis kommen, gilt das Resozialisierungsprinzip. Selbst Verbrecher versuchen wir wieder auf den guten Weg zu bringen. Dann werden wir es erst recht mit den Querdenkern machen.» Das werde nicht immer gelingen, aber versuchen müsse man es.

(dpa)

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