Letztes Update:
20211201100746

Ärzteverband fordert Impfangebote in den Krankenhäusern

09:33
01.12.2021
Den Krankenschwestern, Pflegern und Medizinern in Krankenhäusern sollte nach Ansicht des Ärzteverbands Marburger Bund an ihrem Arbeitsort eine Corona-Impfung angeboten werden.

«Die Beschäftigen in den Kliniken, egal ob Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte oder Reinigungskräfte, müssen sich größtenteils selbst um Impftermine kümmern», kritisierte der baden-württembergische Landesverband am Mittwoch in Freiburg. Die Termine seien aber meist ausgebucht, außerdem fehle es nach wie vor an Impfstoff.

Der Impfappell der Politik laufe ins Leere, wenn es keinen niedrigschwelligen Zugang zum Impfstoff gebe. «Wir fordern das Land auf, hier zusätzlich Impfangebote vor Ort in den Kliniken anzubieten, um das Klinikpersonal schnell und unkompliziert durchzuimpfen», sagte der zweite Landesvorsitzende des Marburger Bundes, Jörg Woll.

Um die Impfquote zu steigern und Wartezeiten zu verhindern, müssten auch die großen Impfzentren wiedereröffnet werden, die Ende September eigentlich geschlossen worden waren. «Unserer Erfahrung nach reichen die aktuellen Impfangebote im Land bei weitem nicht aus, um zeitnah einen Termin für eine Impfung zu bekommen», kritisierte die Verbandsvorsitzende Sylvia Ottmüller. «Dies gilt sowohl für Erstimpfungen, als auch für Booster-Impfungen.» Das Schließen der Impfzentren sei kurzsichtig und ein Fehler gewesen. «Es führt kein Weg an einer Wiedereröffnung der Impfzentren vorbei.»

(dpa)

Linken-Spitze für Lockdown und Impfpflicht

09:01
01.12.2021
Die Linke befürwortet angesichts der angespannten Corona-Lage die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht und spricht sich für einen Lockdown aus.

«Wir brauchen jetzt akute Maßnahmen. Die Linke steht an der Seite der Wissenschaft und fordert deshalb einen Lockdown sowie eine allgemeine Impfpflicht für Volljährige als Mittel zum Kampf gegen die herrschende Sars-CoV-2-Pandemie», heißt es in einem Beschluss des Parteivorstands vom Dienstagabend.

Die Impfpflicht werde die vierte Corona-Welle nicht mehr brechen können, sei aber als Ultima Ratio ein entscheidendes Instrument, weitere Wellen zu verhindern und Menschenleben zu retten. Eine Impfpflicht nur für bestimmte Berufsgruppen lehnt die Linke ab, da sie das Problem aus ihrer Sicht nicht lösen und noch mehr Druck und Verantwortung auf das Pflegepersonal abladen würde.

Die Parteispitze spricht von einer «solidarischen Notbremse» und fordert eine «sofortige Kontaktreduktion und Absage von Großveranstaltungen», mehr Tests und ein Recht auf Homeoffice. Konkrete weitere Bereiche für Schließungen im Sinne eines Lockdowns werden in dem Beschluss nicht genannt. Alle Maßnahmen müssten sozial aufgefangen werden. Menschen in Kurzarbeit sollten nach den Vorstellungen der Linken 90 Prozent vom Lohn erhalten. «Es braucht einen lückenlosen sozialen Schutzschirm - ohne Wenn und Aber.»

Zur Beschleunigung der Impfungen fordert die Partei, Apotheken und Pflegeeinrichtungen einzubinden und Abhol- und Bringdienste einzurichten. Die Linke erneuerte zudem ihre Forderung, Lizenzen für Impfstoffe freizugegeben. «Die jüngste Entdeckung einer neuen Virusvariante zeigt, dass die Pandemie nur global besiegt werden kann, durch hohe Impfquoten weltweit.»

(dpa)

Möchten Sie alle externen Inhalte laden?
Datenschutzerklärung
Inhalt laden