Letztes Update:
20190424114116

15:02
17.04.2019
Beim Geld vergleicht man gern: Hat der andere mehr als ich? Wenn Sie da jetzt jemand Bestimmtes im Kopf haben, müssen Sie ihn schon selbst fragen. Aber Sie können sich zumindest mit dem "Normalbürger" vergleichen. Das Statistische Landesamt hat einen Bericht mit aktuellen Zahlen zum Einkommen in Baden-Württemberg veröffentlicht. Daraus geht unter anderem das verfügbare Durchschnitts- und Medianeinkommen in Baden-Württemberg hervor.

Im Schnitt hat ein Haushalt im Land 37.787 Euro zur Verfügung. Der Durchschnitt wird aber von einigen Sehrgutverdienern nach oben gezogen. Deshalb ist der Medianwert besser zum Vergleich geeignet: reiht man alle Haushalte im Land von arm nach reich auf, dann hat der Haushalt in der Mitte das Medianeinkommen. 2017 lag der Wert bei den 5174 untersuchten Haushalten bei 31.338 Euro verfügbarem Einkommen - also nach Steuern und Sozialabgaben. 

Die Werte sind allerdings stark gespreizt. Haushalte mit Wohneigentum haben im Mittel 39.146 Euro zur Verfügung; wer zur Miete wohnt, muss mit 24.430 Euro auskommen. Berufstätige Paare ohne Kinder kommen auf 47.254 Euro, Paare mit zwei Kindern haben im Mittel 48.649 Euro zur Verfügung - aber natürlich auch deutlich höhere Kosten.

Der Bericht unterscheidet auch nach Männern und Frauen. Demnach haben Männer eine doppelt so hohe mittlere Rente beziehungsweise Pension wie Frauen (21.643 Euro vs. 10.990 Euro). Bei der Armutsgefährdung liegen beide Geschlechter aber fast gleichauf (Männer: 13,8 Prozent, Frauen: 12 Prozent, jeweils nach Sozialleistungen); am höchsten ist der Wert bei Alleinerziehenden (30,9 Prozent) und Arbeitslosen (55,1 Prozent).

Es wurde auch eine Befragung zur finanziellen Lage durchgeführt. Einer von sieben Befragten kommt demnach mit dem monatlichen Einkommen schlecht zurecht. Mieterhaushalte empfinden die Wohnkosten doppelt so häufig als "große Belastung" wie Eigentümerhaushalte (19,4 vs 9,8 Prozent).

Falls Sie etwas zum Einkommen in Ihrer Gemeinde erfahren wollen, sollten Sie einen Blick in unseren BW Atlas werfen. Dort können Sie detailliert einsehen, wie gut wo verdient wird.

Jan Georg Plavec

Geschichte und andere Gasthörer-Favoriten

16:24
02.04.2019
Der Gasthörer, das unbekannte Wesen? Für Studierende in den technischen und naturwissenschaftlichen Fächern sicherlich, denn Gasthörer sind typischerweise Fans der Geisteswissenschaften - so zumindest das Bauchgefühl.

Für Kopfmenschen gibt es die Gasthörerstatistik - als Access-Datei oder, komfortabler, aufgeschlüsselt per Pressemitteilung des Statistischen Landesamts. Demnach ist Geschichte das mit Abstand beliebteste Fach: jeder vierte Gasthörer (ein starkes Drittel davon sind Frauen) besuchte Veranstaltungen dieses Fachs. Dahinter folgen Philosophie und Wirtschaftswissenschaften. 

Insgesamt ist der Anteil der Gasthörerinnen höher als im Fach Geschichte, er liegt bei insgesamt bei 44 Prozent. Besonders hoch ist er bei Literatur- und Sprachwissenschaft (66 Prozent).

Gasthörer sind ganz überwiegend älter als 60 Jahre. Die älteste Gasthörerin in Baden-Württemberg ist 93 und besucht die Uni Freiburg, die jüngste hat sich mit 14 Jahren in Rechtswissenschaften eingeschrieben. Prüfungen können sie alle nicht ablegen - aber beispielsweise Vorlesungen besuchen.

Jan Georg Plavec

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