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Ramelow: 1200 Hasskommentare nach Booster-Impfung gegen Corona

13:17
05.11.2021
Der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow ist nach eigenen Angaben nach seiner Auffrischungsimpfung gegen Corona mit Hasskommentaren überzogen worden. Er habe seine Booster-Impfung demonstrativ auf Twitter gestellt, um für das Impfen zu werben, sagte der Linken-Politiker am Freitag in Berlin. «Als ich es getwittert habe, Sie können das ja auf meinem Account mal nachgucken: 1200 Hasskommentare.»

Einige dieser Kommentare habe er sich angeschaut. «Irgendwann kommt so ein innerer Punkt, wo Sie denken, selbst die Bedrohung, die dabei mitkommt, stumpft bei mir mittlerweile ab, weil ich denke: Warum verweigert man sich seiner eigenen Intelligenz», sagte Ramelow. Teils fehle ihm die Kraft, noch gegen Skepsis und Verschwörungsglauben anzuargumentieren. Es gebe keinen Knopf, um Impfgegner umzustimmen. «Ich habe den Eindruck, dass ein Teil der Bevölkerung sich nicht mehr überzeugen lässt», sagte Ramelow.

Allerdings stelle sich die Frage, wann die Ungeimpften medizinische Hilfe bräuchten. In Thüringen füllten sich die Kliniken und die Intensivstationen. «Die Frage ist, wie gehen wir dann damit um, wenn wir eine Überlastung haben», sagte Ramelow. «Ich kann den Patienten nicht mehr garantieren, dass sie in ihrem Heimatbundesland gepflegt werden, das können wir nicht garantieren.»

(dpa)

Gesundheitsminister wollen Ausweitung der Testpflicht in Heimen

13:17
05.11.2021
Die Konferenz der Gesundheitsminister von Bund und Länder hat eine Ausweitung der Testpflicht in Alten- und Pflegeheimen beschlossen. Man wolle eine «Sicherheitsschleuse» in den Heimen hinterlegen und dazu ein Bundesgesetz anschieben, sagte der Vorsitzende der Konferenz, Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Freitag nach Ende der Tagung der Ressortchefs in Lindau am Bodensee (Bayern). Demnach sollen etwa geimpfte oder genesene Besucher von Heimen zusätzlich zu Tests verpflichtet werden, die aber kostenlos sein sollen.

Holetschek bezeichnete die Infektionslage in Deutschland als «teilweise dramatisch, besorgniserregend und alles andere als entwarnend». Die Lage sei ernst und werde zunehmend ernster. «Es ist wichtig, die Dynamik, die jetzt da ist, zu brechen», sagte Holetschek.

(dpa)

Brinkhaus fordert wegen Corona-Zahlen «Pakt für ältere Menschen»

13:16
05.11.2021
Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) hat die Gesundheitsminister von Bund und Ländern aufgefordert, einen klaren Fahrplan zum Schutz älterer Menschen in Alten- und Pflegeheimen vorzulegen. «Der Corona-Ausbruch in einem Seniorenheim in Brandenburg hat uns gezeigt, dass die Schutzmaßnahmen für Seniorinnen und Senioren dringend und schnellstmöglich hochgefahren werden müssen», sagte Brinkhaus der Deutschen Presse-Agentur am Freitag in Berlin. «Es liegt in unserer Verantwortung, Hochbetagte vor der Pandemie bestmöglich abzuschirmen. Daher brauchen wir einen Pakt für den Schutz älterer Menschen.»

Nach einem Corona-Ausbruch in Schorfheide im brandenburgischen Landkreis Barnim hatte es kürzlich elf Tote gegeben.

Die Gesundheitsminister wollten bei ihrer Tagung in Lindau auch über eine Ausweitung der Testpflicht in Pflegeheimen sprechen. Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte am Vorabend in den ARD-«Tagesthemen» für die Einführung einer «Testpflicht in Alten- und Pflegeheimen per Bundesgesetz» geworben. Es sei ihm unverständlich, dass Menschen, die mit Kranken und Pflegebedürftigen arbeiten, wenn sie sich selbst nicht impfen lassen, «diese ja auch unnötig ein Stück ins Risiko bringen», sagte Spahn.

(dpa)

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