Letztes Update:
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«Guardian»: London muss Corona-Maßnahmen verschärfen

08:07
05.11.2021
Die britische Tageszeitung «Guardian» ruft am Freitag die Regierung in London zur Verschärfung der Corona-Maßnahmen auf:

«Die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und an Orten wie Supermärkten hätte in England nie fallen gelassen werden dürfen, sie muss wieder eingeführt werden: Das ist eine kleine Unbequemlichkeit mit großem Nutzen. Die Regierung sollte (für England) Covid-Pässe für Nachtclubs und ähnlich überfüllte Lokale einführen, wie das in Schottland und Wales üblich ist.

Angesichts von 4,5 Millionen Anspruchsberechtigten, die noch keine Auffrischungsimpfung erhalten haben, muss die dritte Dosis leichter zugänglich gemacht werden. Und es muss mehr getan werden, um die Durchimpfung in allen Altersgruppen zu erhöhen. Die Regierung muss auch das niedrigste Krankengeld im gesamten OECD-Raum erhöhen. Wenn diese minimalen Maßnahmen jetzt ergriffen würden, könnten Leben gerettet, der staatliche Gesundheitsdienst geschützt und die Notwendigkeit drastischerer Maßnahmen zu einem späteren Zeitpunkt vermieden werden.» 

(dpa)

Batteriekonzern Varta senkt wegen Corona-Folgen Umsatzprognose

07:38
05.11.2021
Der Batteriekonzern Varta senkt wegen Einschränkungen infolge der Pandemie seinen Jahresausblick. Einige Kunden seien von Verzögerungen bei der Lieferung von Rohstoffen oder Halbleitern betroffen, teilte Varta am Freitag mit. Einige hätten auch durch Lockdowns in Asien ihre Produktion zeitweise gestoppt. Zudem habe der verzögerte Start neuer Kundenprojekte zuletzt belastet. Vor diesem Hintergrund lägen die Neunmonatszahlen unter den Markterwartungen. Für 2021 rechnet Varta nun mit einem Umsatzanstieg um 3,5 Prozent auf 900 Millionen Euro statt auf 940 Millionen Euro. Vom Umsatz sollen weiter rund 30 Prozent als bereinigtes operatives Ergebnis (Ebitda) hängenbleiben, was rund 275 Millionen Euro entspricht.

(dpa)

Dreyer: Einheitliche Rechtsgrundlage, nicht einheitlichen Regeln

07:37
05.11.2021
Im Kampf gegen die vierte Corona-Welle braucht es nach Ansicht der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) eine verbindliche Rechtsgrundlage für Corona-Maßnahmen der Länder, aber keine bundeseinheitlichen Regeln. «Wenn die "epidemische Notlage" auslaufen sollte, dann brauchen wir rechtliche und gesetzliche Grundlagen, um auch weitere Maßnahmen ergreifen zu können», sagte Dreyer am Freitag im ZDF-«Morgenmagazin» mit Blick auf den zum 25. November auslaufenden Rechtsstatus.

Bundesweit einheitliche Regeln brauche es nicht, die Lage in den Ländern sei sehr unterschiedlich. «Es würde für uns reichen, wenn wir die Ermächtigung haben, bestimmte Maßnahmen zu ergreifen - und die brauchen wir allerdings auch», sagte Dreyer. Die Bürger müssten verstehen: «Das Ende der "epidemischen Lage mit nationaler Tragweite" bedeutet nicht das Ende der Pandemie.» Man müsse aber auch wissen: «Wir haben nicht die gleiche Situation wie letztes Jahr.»

Dreyer begrüßte, dass sich bei der an diesem Freitag zu Ende gehenden Gesundheitsministerkonferenz von Bund und Ländern Entscheidungen andeuten für Auffrischungsimpfungen und zu einer Testpflicht für Ungeimpfte, die mit gefährdeten Gruppen arbeiten. «Wir müssen weiter intensiv impfen können, wir müssen boostern können mit Hochdruck, und wir müssen die vulnerablen Gruppen stärker schützen können, deshalb die Testpflicht. Wenn wir desen Dreiklang miteinander gehen, dann bin ich auch zuversichtlich, dass wir den Herbst und Winter schaffen können», sagte Dreyer.

(dpa)

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