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20211126120330

Ministerium: Bund rationiert auch Impfstoff von Moderna

11:19
26.11.2021
Nach dem Impfstoff von Biontech wird mittlerweile auch der Moderna-Impfstoff nach Auskunft des baden-württembergischen Gesundheitsministeriums vom Bund rationiert oder kann teilweise gar nicht mehr bestellt werden. «Wir können nicht einerseits die Impfoffensive hochfahren und gleichzeitig wird der Impfstoff rationiert», sagte ein Behördensprecher am Freitag in Stuttgart.

Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) habe sich Anfang der Woche direkt beim geschäftsführenden Bundesminister Jens Spahn (CDU) eingesetzt, um kurzfristig eine zusätzliche Lieferung von Moderna zu bekommen. «Wir erwarten nun heute eine Sonderlieferung von 120 000 Dosen Moderna», sagte der Behördensprecher.

Derzeit bekommt nach Auskunft des Gesundheitsministeriums eine Arztpraxis nur 30 Dosen von Biontech pro Woche, Impfstützpunkte können nur 1020 Dosen pro Woche bestellen. «Eine solche Menge verimpft ein Impfstützpunkt normalerweise pro Tag.»

Die Impfoffensive des Landes laufe auf Hochtouren. «Und wir haben jetzt nicht soviel Impfstoff, wie wir gerne verimpfen würden um der großen Nachfrage zu begegnen. Bis Jahresende brauchen wir mindestens 3,5 Millionen Dosen mRNA-Impfstoffe, um die Menschen in Baden-Württemberg ausreichend versorgen zu können», sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums.

(dpa/lsw)

Etwa 1300 Verdachtsfälle zu Fälschungen rund um Impfpässe in Bayern

11:18
26.11.2021
Bei Polizei und Staatsanwaltschaften in Bayern sind inzwischen fast 1300 Fälle (Stand: 24. November, 24.00 Uhr) bekannt, in denen der Verdacht auf Manipulation von Corona-Impfpässen besteht. Die Palette reiche von gefälschten Impfpässen über falsche Stempel und Aufkleber bis hin zu Manipulationen um digitalisierte Impf-Zertifikate, sagte eine Sprecherin des Landeskriminalamtes am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Die Zahl entwickele sich «sehr dynamisch».

Zuletzt waren immer wieder neue Fälle von Kriminalität rund um das Impfen bekanntgeworden. Die «Wirtschaftswoche» berichtete am Freitag, bundesweit lägen 3100 Ermittlungsverfahren vor. Einer der spektakulärsten Fälle spielt im Landkreis Donau-Ries, wo ein Hausarzt beschuldigt wird, Patienten Spritzen ohne Impfstoff gesetzt zu haben und Impfzertifikate ganz ohne Impfung ausgestellt zu haben. Bei einem anderen Fall soll ein Mitarbeiter in einer Münchner Apotheke Impfzertifikate bei der Digitalisierung manipuliert und zu Hunderten im Darknet verkauft haben.

(dpa)

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