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20211125154908

Rheinland-Pfalz nimmt vier Covid-Patienten aus Baden-Württemberg auf

15:48
25.11.2021
Rheinland-Pfalz nimmt vier Covid-Intensivpatienten aus Baden-Württemberg auf. Ein Patient soll in die Region Trier, einer nach Rheinhessen und zwei in die Region Koblenz verlegt werden, wie das Innenministerium am Donnerstag mitteilte. Zuvor hatte das Saarland mitgeteilt, dass dort innerhalb des «Kleeblatt»-Verbundes der Länder Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland zwei Patienten aufgenommen werden sollen.

Im Rahmen des Kleeblatt-Systems sollen Covid-19-Patienten auch bundesweit verteilt werden können, wenn in einzelnen Regionen der Kollaps von Krankenhäusern droht. Eine Verlegung von Patienten mit anderen Erkrankungen ist laut eines Kriterienkatalogs der Intensivmedizinervereinigung Divi nur in Ausnahmefällen vorgesehen. Das Konzept war im Frühjahr 2020 unter dem Eindruck der ersten Corona-Welle ins Leben gerufen worden.

(dpa/lsw)

In Krankenhäusern der Niederlande droht Notlage

15:46
25.11.2021
Wegen der Zunahme von Covid-19-Patienten müssen Krankenhäuser in der Niederlanden möglicherweise bald wieder Akutbehandlungen anderer Patienten aussetzen. Das kündigte Gesundheitsminister Hugo de Jonge am Donnerstag in Den Haag an. Der Minister prüft zurzeit, ob eine Notlage für Krankenhäuser ausgerufen werden muss. Danach müssten Krankenhäuser etwa auch Chemotherapien oder Transplantationen absagen, um Betten für Covid-Patienten frei zu machen. Diese Notlage galt bereits Anfang des Jahres. In vielen Krankenhäusern werden bereits seit Wochen planbare Operationen und Behandlungen verschoben.

Angesichts der dramatischen Lage in Krankenhäusern soll nach Medienberichten der Teillockdown, der seit Mitte November gilt, ausgeweitet werden. Eine Entscheidung soll am Freitag fallen. Der Gesundheitsminister kündigte «einschneidende Maßnahmen» an. «Es muss echt eine Wende geben», sagte er.

14 Krankenhäuser hatten angegeben, dass sie bereits Krebs und Herz-Operationen sowie Transplantationen absagen mussten. In einzelnen Fällen seien auch Chemotherapien nicht mehr möglich, da es nicht genug Pflegepersonal gebe.

Zur Zeit liegen mehr als 2000 Covid-Patienten in den Krankenhäusern, darunter 505 auf Intensivstationen. Wenn der Zustrom neuer Patienten nicht abnimmt, rechnen Experten damit, dass in zehn Tagen die Grenze der Kapazität erreicht ist. Dann müssten Ärzte entscheiden, welcher Patient noch einen Platz auf der Intensivstation bekomme. Um Krankenhäuser zu entlasten, wurden in dieser Woche bereits zwei niederländische Patienten in Kliniken in Nordrhein-Westfalen verlegt.

Die Niederlande verzeichnen seit Wochen starke Zunahmen bei Infektions- und Patientenzahlen. Am Donnerstag wurden mehr als 22 000 Neuinfektionen registriert, das sind mehr als 900 Infektionen pro
100 000 Einwohner in sieben Tagen. Zum Vergleich: In Deutschland lag dieser Wert zuletzt bei 419.

(dpa)

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