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Ungarns Regierung will Corona-Notstand über Wahlen hinaus verlängern

14:54
24.11.2021
Die ungarische Regierung beabsichtigt, den bis zum Jahreswechsel geltenden Corona-Notstand bis zum 22. Juni 2022 zu verlängern - er würde damit auch während der nächsten Parlamentswahlen im April gelten. Einen entsprechenden Gesetzentwurf brachte der stellvertretende Ministerpräsident Zsolt Semjen in der Nacht zum Mittwoch im Parlament ein. Seine Annahme durch die rechts-konservative Regierungsmehrheit gilt als sicher.

Die Notstandsgesetzgebung ermöglicht es Ministerpräsident Viktor Orban, auch auf dem Verordnungsweg zu regieren. Kritiker werfen ihm vor, dies schon bisher dazu ausgenutzt zu haben, um sich selbst politische Vorteile zu verschaffen und um seine wirtschaftliche Klientel zu begünstigen.

Orban regiert seit 2010 auf zum Teil autoritäre Weise. Mit der EU steht er wegen mutmaßlicher Verstöße gegen die Rechtsstaatlichkeit im Konflikt. Die Wahl im nächsten Frühjahr gilt als offen. Ein breites Oppositionsbündnis will mit einer gemeinsamen Liste und mit einem gemeinsamen Spitzenkandidaten antreten, dem parteilosen Bürgerlichen Peter Marki-Zay. In Umfragen lag die Oppositionsallianz zuletzt vier Prozentpunkte vor Orbans Regierungspartei Fidesz. 

(dpa)

Steuerliche Homeoffice-Pauschale wird bis Ende 2022 verlängert

14:54
24.11.2021
Wer im Homeoffice arbeitet, soll auch im kommenden Jahr noch eine besondere Pauschale bei der Steuererklärung geltend machen können. SPD, Grüne und FDP wollen die derzeit geltende Homeoffice-Pauschale für Arbeitnehmer bis Ende 2022 verlängern. Das geht aus dem am Mittwoch vorgelegten Koalitionsvertrag der drei Parteien hervor.

Derzeit kann man pro Tag im Homeoffice 5 Euro ansetzen, maximal aber 600 Euro im Jahr. Allerdings zählt die Summe zu den Werbungskosten, für die allen Steuerzahlern pauschal ohnehin 1000 Euro angerechnet werden. Nur wer mit seinen Ausgaben hier über 1000 Euro kommt, profitiert also von der Sonderregel. Bisher war sie auf die Jahre 2020 und 2021 befristet und mit der Corona-Pandemie begründet.

(dpa)

75 Prozent der DFB-Vereine gegen neuen Lockdown im Amateurfußball

14:53
24.11.2021
Für einen neuen Lockdown im Amateurfußball hätte nach einer DFB-Umfrage die große Mehrheit der Vereine kein Verständnis. Rund 75 Prozent der befragten Personen befürworten, dass sich der DFB und seine Landesverbände gegen weitere Einschränkungen für den Breitensport einsetzen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage («Amateur-Barometer»), an der mehr als 6200 Personen aus dem Amateurfußball vom 17. bis 22. November teilgenommen haben, teilte der Deutsche Fußball-Bund am Mittwoch mit.

«Die Sorgen vor gravierenden Einschnitten für das organisierte Sporttreiben in den Vereinen sind groß», hieß es in der Mitteilung. Angesichts der bundesweit deutlich gestiegenen Infektionszahlen befürchteten 85 Prozent der Befragten weitere Einschränkungen auch für den Freiluftsport. Eine Einstellung des Trainingsbetriebs würden 75 Prozent klar ablehnen, eine flächendeckende Aussetzung des Spielbetriebs stieße bei 62 Prozent auf kein Verständnis.

Die größten Verlierer wären bei einem weiteren coronabedingten Lockdown nach Ansicht von 91 Prozent der Befragten die Kinder und Jugendlichen. Deshalb hielten es 85 Prozent für wichtig, dauerhaft zumindest einen Trainingsbetrieb anbieten zu können.

Zumal 80 Prozent der Umfrageteilnehmer geimpft und knapp drei Prozent genesen seien. Zwölf Prozent seien ungeimpft, rund fünf Prozent machten dazu keine Angaben. Dies ist das Ergebnis der DFB-Impfumfrage, an der sich 3481 Befragte vom 20. Oktober bis 3. November beteiligt hatten.

(dpa)

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