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Gemischte Bilanz bisher - Weihnachtsmärkte unter Pandemiebedingungen

13:33
23.11.2021
Neben vielen coronabedingten Absagen sind zumindest ein paar Weihnachtsmärkte im Südwesten bereits geöffnet - in den Abläufen und Besucherzahlen spiegelt sich aber die schwierige Lage wegen der Pandemie. So lief der Konstanzer Weihnachtsmarkt eher verhalten an. Die Besucher hätten es zwar sehr positiv aufgenommen, dass der sogenannte Adventsmarkt im Stadtgarten in diesem Jahr stattfindet, sogar eine Woche früher als sonst, wie ein Sprecher sagte. Es gebe aber noch Luft nach oben. Bis zu rund 3000 Menschen seien am Wochenende pro Tag gleichzeitig maximal anwesend gewesen, erlaubt wären 8500. Der Markt wird dieses Jahr im Stadtgarten veranstaltet, weil dort Kontrollen an zwei Zugängen möglich sind. Zugelassen sind nur geimpfte oder genesene Besucher.

In Freiburg zählten die Veranstalter in den ersten drei Tagen rund 65 000 Besucher. Im Rekordjahr 2019 - 2020 waren Weihnachtsmärkte wegen des landesweiten Lockdowns ausgefallen - waren es im gleichen Zeitraum fast 90 000. In diesem Jahr sei mittags weniger los. «Dies ist möglicherweise auf Homeoffice und Kurzarbeit in einigen Unternehmen zurückzuführen», sagte am Dienstag ein Sprecher der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH.

Beim Heidelberger Weihnachtsmarkt sei zu spüren, wie ausgehungert die Menschen seien, wenn es um öffentliche Veranstaltungen dieser Art gehe. «Der Andrang ist groß», sagte ein Sprecher. Wegen der Kontrollen habe es auch längere Wartezeiten gegeben. Rund 75 000 Menschen wurden in den ersten drei Tagen nach Eröffnung gezählt. Für einen Vergleich mit 2019 sei es noch zu früh.

(dpa/lsw)

Schausteller fordern nach Weihnachtsmarkt-Absagen schnelle Hilfen

12:56
23.11.2021
Nach der Absage vieler Weihnachtsmärkte im Südwesten fordern Verbände schnelle Hilfen für Schausteller. «Das muss ganz, ganz schnell gehen, sonst ist das Überleben der Branche gefährdet», sagte der Präsident des Landesverbands Schausteller und Marktkaufleute (LSM) Baden-Württemberg, Werner Burgmeier, am Dienstag in Stuttgart. Gefordert seien alle: Bund, Land und Kommunen. «Viele Schausteller hatten vor den Weihnachtsmärkten persönliche Versicherungen und Altersvorsorgen für die Kosten aufgelöst», sagte Burgmeier. «Diese Leute stehen jetzt vor dem Nichts.»

Auch der Vorsitzende des Schaustellerverbands Südwest Stuttgart, Mark Roschmann, forderte schnelle finanzielle Hilfen. «Woher es kommt, ist uns relativ egal», sagte Roschmann dem Radiosender «SWR Aktuell» am Dienstag. «Die Überbrückungshilfen und die Zuschüsse reichen jetzt eben nicht mehr.» Für die Zukunft äußerte er sich pessimistisch: «Ich glaube so langsam an gar nichts mehr.»

LSM-Präsident Burgmeier betonte, mit Blick auf das kommende Jahr müsse endlich Rechts- und Planungssicherheit für Veranstaltungen geschaffen werden. «Wir müssen jetzt praktische Lösungen erarbeiten», sagte Burgmeier. «Sonst beißen wir uns da ständig in den Hintern.»

(dpa/lsw)

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