Letztes Update:
20211123120330

Arzt in Belgien soll 2000 Impfbescheinigungen gefälscht haben

10:58
23.11.2021
In Belgien soll ein Arzt in großem Stil gefälschte Impfbescheinigungen ausgestellt haben. Etwa 2000 falsche Impfzertifikate seien so in Umlauf geraten, sagte die Gesundheitsministerin der belgischen Region Wallonie, Christie Morreale, laut einem Bericht des Fernsehsenders LN24 am Dienstagmorgen. Demnach erkannte die wallonische Agentur für Lebensqualität (AVIQ) sowohl zeitliche als auch örtliche Unstimmigkeiten bei Impfbescheinigungen des Arztes. Er habe die Zertifikate in der gesamten Region Wallonie und womöglich auch außerhalb ausgestellt, sagte Morreale.

Die betroffenen Impfbescheinigungen seien für ungültig erklärt worden, berichtete LN24. Der Arzt werde wegen Betrugs und Urkundenfälschung strafrechtlich verfolgt und auch gegen die Menschen, denen gefälschte Dokumente ausgestellt wurden, werde ermittelt, hieß es. Weitere Fälle von möglichem Betrug mit Impfzertifikaten würden geprüft, sagte Morreale. Die Ministerin verurteilte die Fälschungen scharf. Es sei ein Vertrauensbruch gegenüber geimpften Menschen und eine Situation, die Menschenleben gefährde.

(dpa)

Spahn entschuldigt sich bei Ärzteschaft

10:57
23.11.2021
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich nach einem Zeitungsbericht in einem Brief an die Ärzteschaft für seine Kommunikation rund um die Begrenzung von Biontech-Dosen entschuldigt. «Diese zu kurzfristige Kommunikation, den entstandenen zusätzlichen Aufwand sowie Ihre verständliche Verärgerung bedauere ich ausdrücklich», schrieb der geschäftsführende Minister nach einem Bericht der «Welt» in einem Brief an die Vertragsärzte. «Ich möchte mich dafür bei Ihnen und Ihren Teams entschuldigen.» Bereits am Vortag hatte Spahn bei einem öffentlichen Auftritt sein Bedauern ausgedrückt. Zuvor hatte sein Ministerium die Begrenzung des Biontech-Impfstoffs in den nächsten Wochen bekanntgegeben und damit Unmut bei Ärztinnen und Ärzten hervorgerufen. 

(dpa)

Zahl der Corona-Neuinfektionen in Österreich deutlich gesunken

10:52
23.11.2021
Die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen in Österreich ist zum ersten Mal seit zwei Wochen unter die Marke von 10 000 Fällen gesunken. Nach Angaben der Behörden vom Dienstag wurden binnen 24 Stunden 9513 Fälle verzeichnet. Zuletzt waren bis zu rund 16 000 Neuinfektionen registriert worden. Trotz des Rückgangs stieg die Zahl der mit Covid-Patienten belegten Betten in den Kliniken weiter an.

Seit Beginn des Monats gelten in Österreich die 3G-Regel am Arbeitsplatz und die 2G-Regel, die Ungeimpften unter anderem den Lokalbesuch verbietet. Angesichts der hohen Sieben-Tage-Inzidenz von 1100 pro 100 000 Einwohner gilt seit Montag ein Lockdown für alle. Er soll bis 13. Dezember andauern.

Die Maßnahmen hinterlassen bereits Spuren in der wirtschaftlichen Entwicklung. Schon die Einschränkungen für die rund zwei Millionen Ungeimpften hätten den vom Institut für Wirtschaftsforschung (Wifo) erhobenen wöchentlichen Indikator sinken lassen, sagte Wifo-Chef Gabriel Felbermayr. Arbeitsminister Martin Kocher rechnet mit einer Vervierfachung der Zahl der Kurzarbeiter von aktuell 80 000 auf
300 000 bis 400 000. Vieles hänge nun davon ab, ob zumindest ein Teil des Weihnachtsgeschäfts gerettet werden könne, hieß es.

(dpa)

Möchten Sie alle externen Inhalte laden?
Datenschutzerklärung
Inhalt laden