Letztes Update:
20211122163343

Corona-Lage spitzt sich zu - Weitere Weihnachtsmärkte abgesagt

15:56
22.11.2021
In der Corona-Lage mit rasant steigenden Infektionszahlen haben im Südwesten weitere Städte Weihnachtsmärkte abgesagt. Aalen im Ostalbkreis cancelte den Markt ebenso wie Ravensburg, Böblingen und Esslingen, wie die drei Städte am Montag mitteilten. «Wir haben uns schweren Herzens dazu entschieden, unseren beliebten Christkindlesmarkt jetzt doch abzusagen», so Ravensburgs Oberbürgermeister Daniel Rapp (CDU). Es tue ihm für alle Markthändler und die Betreiber von Imbissständen leid.

In Aalen wurde der Weihnachtsmarkt wenige Stunden vor Eröffnung auf den letzten Drücker gestoppt. «Wir wollen verantwortungsbewusst handeln und unseren Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten», sagte eine Sprecherin. Nur die drei Stände mit Weihnachtswaren dürften öffnen; die etwa zehn Imbissstände blieben zu.

In Böblingen wären zwei Weihnachtsmärkte an den Start gegangen, der eine an diesem Mittwoch, der andere am 4. Dezember. «Wir hätten dies sehr gerne ermöglicht, aber die Lage spitzt sich weiter zu», sagte dazu Rathauschef Stefan Belz (Grüne). Der Mittelalter- und Weihnachtsmarkt in Esslingen hätte eigentlich an diesem Dienstag seine Tore öffnen sollen.

In den Tagen zuvor hatten bereits Isny im Allgäu und mehrere Gemeinden um Heidelberg wie Neckargemünd und Leimen sowie Villingen-Schwenningen (Schwarzwald-Baar-Kreis) und Marbach im Kreis Ludwigsburg Märkte abgesagt.

In Freiburg, Heidelberg oder Konstanz beispielsweise gibt es seit vergangener Woche bereits Weihnachtsmärkte. In Stuttgart ist die Eröffnung für Mittwoch geplant.

(dpa/lsw)

Verband warnt vor Lieferproblemen bei 3G in der Logistik

15:51
22.11.2021
3G am Arbeitsplatz kann aus Sicht des Deutschen Verkehrsforums zu erheblichen Lieferproblemen führen. Es drohe ein «Lockdown der Lieferketten», warnte der Verein am Montag. Er vertritt Unternehmen und Verbände aus dem Personen- und Güterverkehr. «Wenn keine Ausnahmeregeln kommen, drohen diesmal keine Staus an den Grenzen, sondern an den Toren der Logistikzentren.»

Problematisch werde vor allem die grenzüberschreitende Belieferung, sagte Geschäftsführer Florian Eck. «Oftmals ist das Personal mit in Deutschland nicht zugelassenen Impfstoffen immunisiert, Tests vor der Belieferung nicht möglich.» Damit werde die bisherige Ausnahme von Transportpersonal von der Testpflicht faktisch außer Kraft gesetzt.

Nach dem von SPD, Grünen und FDP vorgelegten Gesetz gilt von Mittwoch an 3G am Arbeitsplatz. Beschäftigte müssen nachweisen, dass sie gegen Corona geimpft oder genesen oder ein negatives Testergebnis vorlegen.

Für stationäre Arbeitsplätze ergebe das Sinn, hieß es beim Verkehrsforum. Für das Transportpersonal seien jedoch Ausnahmen wichtig. «Analog zur Einreiseverordnung müssen Transportmitarbeiter*innen von der Testpflicht ausgenommen werden, soweit der Aufenthalt in der jeweiligen Betriebsstätte nur vorübergehend ist und Hygiene- sowie Schutzmaßnahmen getroffen werden.»

(dpa)

Möchten Sie alle externen Inhalte laden?
Datenschutzerklärung
Inhalt laden