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20211122155121

Aus Ärger: Ärzte im Saarland wollen nicht mehr gegen Corona impfen

15:50
22.11.2021
Zahlreiche niedergelassene Ärzte im Saarland haben angekündigt, in ihren Praxen keine Corona-Impfungen mehr anzubieten. Das hat die Kassenärztliche Vereinigung des Saarlandes (KV) am Montag mitgeteilt. Grund dafür sei die Ankündigung von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), die Liefermengen von Biontech auf 30 Dosen pro Arzt zu begrenzen. Damit «würgt der Bundesgesundheitsminister den Impfturbo ab und verursacht Chaos in den Praxen», so die KV.

In den saarländischen Praxen seien bereits «zigtausende» Impftermine für die kommenden Wochen vergeben. Sowohl die Praxen als auch die Impfwilligen gingen davon aus, dass der breit akzeptierte Impfstoff von Biontech eingesetzt werde. Die Kassenärztliche Vereinigung befürchtet, dass nun bundesweit Millionen Menschen angerufen werden müssen und Millionen unerfreuliche, konfliktbeladene Gespräche drohen.

(dpa)

Medien: Gericht im Baskenland verbietet 3G bei Discos und Restaurants

15:50
22.11.2021
Der oberste Gerichtshof des spanischen Baskenlandes hat Medienberichten zufolge trotz steigender Corona-Zahlen eine 3G-Pflicht für Restaurants und Nachtlokale abgelehnt. Die Regionalregierung wollte die Vorlage eines Nachweises über eine vollständige Impfung, eine überstandene Corona-Erkrankung oder einen negativen Test für den Besuch solcher Lokale anordnen, weil die Sieben-Tage-Inzidenz in der nordspanischen Region bei steigender Tendenz mittlerweile bei fast 150 liegt. Das ist nach Navarra die höchste im ganzen Land.

Die Richter hätten argumentiert, dass diese Maßnahme angesichts der hohen Impfquote von etwa 90 Prozent aller Spanier über zwölf Jahre unverhältnismäßig sei, berichtete die Zeitung «La Vanguardia» am Montag. Das Gericht sei bekannt für seine restriktive Haltung gegenüber Corona-Einschränkungen.

Andere autonome Gemeinschaften Spaniens wie etwa Katalonien, Galicien und die Balearen mit der Urlaubsinsel Mallorca haben mit Zustimmung ihrer jeweiligen obersten Gerichte bereits 3G-Regeln mit jeweils unterschiedlichem Umfang eingeführt. Valencia wartet noch auf die Zustimmung der Justiz.

In Spanien ist die Corona-Lage zurzeit wegen der hohen Impfquote wesentlich besser als etwa in Deutschland. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt landesweit bei leicht steigender Tendenz bei 66,5. Über 2G-Regelungen (geimpft und genesen) oder gar Ausgangsbeschränkungen wird nicht diskutiert.

(dpa)

Krebshilfe für Corona-Impfpflicht - Angst vor Kollaps der Kliniken

15:49
22.11.2021
Wegen der sich zuspitzenden Lage in Kliniken und auf Intensivstationen machen sich Krebsforscher für Kontakteinschränkungen und eine allgemeine Corona-Impfpflicht stark. «In Anbetracht der immer weiter steigenden Corona-Neuinfektionen und der sich stetig füllenden Intensivstationen sehen wir keinen anderen Ausweg aus der Krise», sagte Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe, am Montag.

Die Stiftung, die Corona Task Force des Deutschen Krebsforschungszentrums und die Deutsche Krebsgesellschaft sähen die Impfpflicht zusätzlich zu Kontaktbeschränkungen «als einzige Möglichkeit, den Kollaps des Gesundheitssystems über den Winter zu verhindern», hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung.

Wer sich aus nicht-medizinischen Gründen bislang gegen eine Corona-Impfung entschlossen habe, solle seine Entscheidung noch einmal dringend überdenken, so der Appell. Ungeimpfte hätten ein hohes Risiko, im Krankenhaus behandelt werden zu müssen: «Die Gefahr, dass ihnen und ihren Mitmenschen lebenswichtige Maßnahmen wegen mangelnder Kapazitäten versagt bleiben, ist äußerst real», warnte Michael Baumann, Chef des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg.

(dpa)

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