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Nach Corona-Ausfall von Rodgers: NFL beobachtet Green Bay Packers

05:07
04.11.2021
Die Meldungen über einen positiven Corona-Test bei Quarterback Aaron Rodgers vor dem Topspiel gegen die Kansas City Chiefs könnte nicht nur sportlich Folgen haben für die Green Bay Packers. Wie die NFL nach Angaben von US-Medien am Mittwoch bekanntgab, will die Liga mit den Packers besprechen, wie es zu der Häufung in den vergangenen Tagen habe kommen können und ob alle Corona-Regeln eingehalten worden seien. «Das Versäumnis, diese Regeln korrekt anzuwenden, hat in der Vergangenheit bereits dazu geführt, dass Strafen gegen einzelne Clubs verhängt worden sind», hieß es demnach.

Rodgers steht nach Angaben der Packers, bei denen auch der Deutsch-Amerikaner Equanimeous St. Brown im Kader steht, auf der Corona-Liste der NFL und fällt für das Spiel am Sonntag aus. Auf die Liste kommen Spieler, die entweder selbst positiv getestet worden oder mit einem positiv getesteten Menschen in Kontakt gekommen sind.

Bei geimpften Profis reichen zwei negative Tests im Abstand von 24 Stunden, um trotzdem spielen zu dürfen - dass Packers-Trainer Matt LaFleur bereits am Mittwoch bestätigte, dass Rodgers am Sonntag nicht spielen wird, ist deswegen ein klares Indiz für einen positiven Test beim Quarterback selbst. Und dafür, dass der zum wertvollsten Spieler der vergangenen Saison gewählte Football-Profi entgegen der Annahme nicht geimpft ist. Entsprechende Berichte gab es auch in US-Medien. Im August hatte Rodgers auf eine Frage nach seinem Impfstatus geantwortet, er sei «immunisiert».

Vergangene Woche, als die Packers ihren siebten Sieg in Serie gegen die bis dahin ungeschlagenen Arizona Cardinals verbucht hatten, hatten bereits Star-Passempfänger Davante Adams und Allen Lazard gefehlt, weil sie auf der Corona-Liste standen. Abwehrcoach Joe Barry wurde vergangene Woche positiv getestet. Am Mittwoch kam neben Rodgers nun auch Verteidiger Isaac Yiadom auf die Corona-Liste. Gegen die derzeit strauchelnden Chiefs kommt Jordan Love nun zu seinem NFL-Debüt.

(dpa)

Ministerin kritisiert 14-tägige Bestellfrist für Corona-Impfstoff

05:07
04.11.2021
Vor der Gesundheitsministerkonferenz am Donnerstag hat Niedersachsens Ressortchefin den 14-tägigen Vorlauf bei der Bestellung von Covid-Impfstoffen kritisiert. «Das ist ein Zustand, den wir so nicht hinnehmen können», sagte Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (NOZ). «Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister muss hier dringend neue und pragmatischere Vereinbarungen mit dem Arzneimittelgroßhandel treffen, die eine flexiblere Planung der Impfungen vor Ort ermöglichen», sagte Behrens mit Blick auf Minister Jens Spahn (CDU).

Grundsätzlich gelte, dass in Deutschland ausreichend Impfstoff zur Verfügung stehe, um allen dafür infrage kommenden Menschen eine Auffrischungsimpfung spritzen zu können und gleichzeitig weiter Erst- und Zweitimpfungen anzubieten. «In der Realität scheitert es vor Ort aber zum Teil an den unnötig langen Lieferfristen der Impfstoffe», so die Ministerin. Niedersachsen werde dieses Thema auf der Konferenz der Gesundheitsminister der Länder und des Bundes ansprechen. Die Minister beraten ab Donnerstag (16.00 Uhr) in Lindau am Bodensee über den weiteren Kurs im Kampf gegen das Coronavirus.

Zuvor hatte der niedersächsische Hausärzteverband eine flexiblere Auslieferung von Corona-Impfstoff gefordert. «Die Auslieferung der Corona-Impfstoffe sollte nicht in einem starren Korridor erfolgen, sondern sie muss situativ am Folgetag möglich sein», hatte Matthias Berndt, Vorsitzender des Verbandes, in einer am Montag verbreiteten Mitteilung gesagt. Generell gebe es genug Impfdosen in den Lagern - daher sei diese Frist nicht nachvollziehbar.

(dpa)

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