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Freigetesteter Süle vor Comeback gegen Bielefeld - Kimmich hofft

13:29
22.11.2021
Trainer Julian Nagelsmann rechnet mit einem Comeback von Fußball-Nationalspieler Niklas Süle im Bundesliga-Heimspiel gegen Arminia Bielefeld. Nach einer Corona-Infektion mit Symptomen sei der geimpfte Abwehrspieler inzwischen freigetestet und werde am Dienstag noch einmal abschließend untersucht, berichtete der Coach am Montag.

«Wenn die Untersuchung gut läuft, wird er am Wochenende wieder spielen können», sagte Nagelsmann. Das Champions-League-Spiel an diesem Dienstag in der Ukraine gegen Dynamo Kiew verpasst Süle noch.

Auch Außenverteidiger Josip Stanisic könnte bei einem negativen Test, auf den Nagelsmann an diesem Dienstag hofft, am kommenden Samstag wieder zum Kader gehören. «Dann hätten wir wieder zwei Alternativen mehr», sagte der 34 Jahre alte Coach erfreut.

Aktuell befinden sich fünf Bayern-Profis als Corona-Kontaktpersonen in Isolation. «Den Spielern, die aktuell in Quarantäne sind, geht es gut. Alle werden nach sieben Tagen getestet, ob sie symptomfrei sind, und könnten dann zurückkehren», sagte Nagelsmann. Beim ungeimpften Mittelfeldspieler Joshua Kimmich könnte es im Gegensatz zu den weiteren vier Profis schon für die Partie gegen Bielefeld reichen.

(dpa)

Chemie-Arbeitgeber: Schnelle 3G-Kontrollen im Job schwer umsetzbar

13:29
22.11.2021
Die Chemie-Arbeitgeber sind bei der schnellen Einführung von 3G-Kontrollen am Arbeitsplatz skeptisch. «Binnen weniger Tage sind Kontrollen im großen Stil, etwa für Schichtarbeiter in der Produktion, nur schwer umsetzbar», sagte Kai Beckmann, Präsident des Bundesarbeitgeberverbands Chemie (BAVC), am Montag. «Wir wollen ja auch Staus an Werkstoren verhindern, die zu Infektionen führen könnten. Zugleich müssen Schichten in der Produktion vollständig besetzt sein.» Es seien noch manche Fragen ungeklärt. Bisher hätten Arbeitgeber nicht einmal den Impfstatus von Arbeitnehmern erfragen dürfen.

Bundestag und Bundesrat haben zur Bekämpfung der Pandemie eine 3G-Regel am Arbeitsplatz beschlossen, die ab Mittwoch bundesweit gelten soll. Wenn im Betrieb physischer Kontakt zu anderen nicht ausgeschlossen werden kann, soll der Zutritt nur Geimpften, Genesenen oder Getesteten möglich sein. Firmen sollen das täglich kontrollieren und dokumentieren.

Beckmann, der Mitglied der Geschäftsleitung beim Darmstädter Chemie- und Pharmakonzern Merck ist, sprach von einer «Irrsinnskomplexität». Merck werde für 3G-Kontrollen eine eigene App haben, um den Impf- oder Genesenen-Status beziehungsweise Tests zu erfassen. Merck als Dax-Konzern könne das, sei damit aber eher in der Minderheit in der Chemie- und Pharmabranche mit rund 1900 Mitgliedsfirmen und knapp 600 000 Beschäftigten in Deutschland. «3G im Betrieb hilft, muss aber rechtssicher ausgestaltet werden», sagte Beckmann.

(dpa)

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