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Positiver Coronatest: Wolfsburg in Sevilla ohne Kapitän Casteels

13:28
22.11.2021
Wegen einer Covid-19-Infektion muss der VfL Wolfsburg am Dienstagabend im Champions-League-Spiel beim FC Sevilla auf seinen Kapitän und Torwart Koen Casteels verzichten. Der 29 Jahre alte Belgier wurde positiv auf das Coronavirus getestet und befindet sich nun in häuslicher Quarantäne, teilte der Fußball-Bundesligist am Montag mit. Casteels wurde nach Angaben seines Clubs zweimal gegen Covid-19 geimpft. Am Sonntagabend seien bei ihm Symptome aufgetreten. Bei allen anderen Spielern, Trainern und Betreuern fielen die Coronatests am Montag vor dem Abflug nach Sevilla negativ aus.

(dpa)

Münchner Ärzte intensivieren Antikörper-Therapie - nun auch ambulant

13:28
22.11.2021
Das Universitätsklinikum rechts der Isar der Technischen Universität München (TUM) setzt bei der Behandlung von Corona-Patienten verstärkt auf eine Therapie mit neutralisierenden Antikörpern. Mit der Zulassung durch die Europäische Arzneimittelbehörde EMA am 12. November könne diese Therapie, die in einem frühen Krankheitsstadium beginnen muss, nun breit eingesetzt werden, teilte das Klinikum am Montag mit.

Bisher seien bereits über 250 Patienten und Patientinnen damit behandelt worden, sagte der Pandemie-Beauftragte des Klinikums, Christoph Spinner. Die Erfahrungen zur neuen Antikörper-Therapie teile man gern mit Kollegen aus anderen Krankenhäusern, «um gemeinsam erfolgreich die Pandemie zu bekämpfen».

Seit Kurzem werde diese Behandlung, die auch Ex-US-Präsident Donald Trump bekam und die Studien zufolge einen schweren Verlauf zu mehr als 80 Prozent verhindert, auch ambulant angeboten. Das könnte eine neue Chance bedeuten. Denn die im Labor hergestellten monoklonalen Antikörper müssen früh nach der Infektion verabreicht werden, bevor der Körper zu stark selbst Antikörper produziert. Dieser Zeitpunkt ist bei einer Einweisung ins Krankenhaus oft schon überschritten.

Noch müssen Patienten für die Therapie an den Tropf. Inzwischen sei dies aber auch als Kurzinfusion möglich, sagte Spinner. Zudem würden Präparate zur Subkutan-Injektion - wie eine Insulinspritze - entwickelt. Die Medikamente stehen über die Bundesnotfallreserve und damit mehrheitlich an den Universitätskliniken zur Verfügung.

«Die Patienten und Patientinnen vertragen die einmalig zu verabreichende Therapie sehr gut», sagte der Leiter der neuen Covid-19-Ambulanz für monoklonale Antikörper-Therapie am Klinikum, Jochen Schneider. «Relevante Nebenwirkungen sind äußerst selten.»

Die Therapie könne sogar prophylaktisch erfolgen oder unmittelbar nach einem Kontakt mit Sars-CoV-2 gegeben werden - was vor allem für chronisch kranke Menschen ein wichtiger Schutz sein könne. Für den vorbeugenden Einsatz dieser Therapie müssen allerdings noch gesetzliche Rahmenbedingungen angepasst werden.

(dpa)

Nagelsmann: Impfstatus spaltet Team nicht - «Keine Thekentruppe»

13:27
22.11.2021
Trainer Julian Nagelsmann denkt nicht, dass die größeren Quarantäne-Gefahren für ungeimpfte Fußball-Profis beim FC Bayern zu einer Spaltung in seinem Team führen könnten. «Ich glaube nicht, dass die Mannschaft daran zerbricht. Am Ende musst du daran wachsen und füreinander da sein», sagte Nagelsmann am Montag in München zur aktuell angespannten Corona-Situation.

Gleich fünf Akteure um die Leistungsträger Joshua Kimmich und Serge Gnabry fallen für das Champions-League-Gruppenspiel am Dienstag (18.45 Uhr) bei Dynamo Kiew aus. Als Kontaktpersonen befinden sie sich in Isolation. Dazu kommen die Ausfälle der geimpften Niklas Süle und Josip Stanisic, die nach Infektionen in Kiew noch nicht wieder zur Verfügung stehen. Abwehrspieler Dayot Upamecano ist zudem nach drei Gelben Karten gesperrt. Kingsley Coman und Marcel Sabitzer sind angeschlagen und ihr Einsatz darum fraglich. Trotz der Personalprobleme sagte Nagelsmann: «Wir reisen nicht mit einer Thekentruppe nach Kiew.» Es werde trotzdem eine gute Elf spielen.

«Am Ende ist es immer Auszeichnung eines Teams oder einer Gruppe, dass man nicht immer einer Meinung sein muss, sondern diese Themen kontrovers diskutieren darf. Das machen unsere Spieler garantiert», sagte Nagelsmann zum Thema Corona und Imfen.

Nationalspieler Leroy Sané versucht als Impfbefürworter, auf die noch ungeimpfte Kollegen einzuwirken. «Na klar, ich bin einer, der für die Impfung steht. Ich will auch, dass diese Spieler im Kader sind und mit uns auf dem Platz stehen», sagte er am Montag. Sané respektiert aber auch jede persönliche Entscheidung bei der Corona-Impfung.

Kurzfristig sieht er die Quarantäne-Problematik nicht als Gefahr für die Münchner Saisonziele an. Man habe einen sehr guten Kader und könne Ausfälle verkraften. «Man muss schauen, was in Zukunft passiert, wenn die größeren und wichtigeren Spiele dann auf einen zukommen. Aber im Moment ist es ja noch nicht so weit», sagte Sané.

(dpa)

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