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Tui: Wintersaison hat trotz Corona-Lage "Fahrt aufgenommen"

11:05
22.11.2021
Tui geht ungeachtet neuer Rückschläge für den Tourismus wie dem Lockdown in Österreich und Warnhinweisen für mehrere Länder von einem relativ stabilen Reisegeschäft im Winter aus. Viele klassische Urlaubsorte, die man Ende 2020 noch aus dem Programm nehmen musste, seien buchbar - und würden auch nachgefragt. «Anders als im vergangenen Winter können derzeit fast alle Flugziele wieder bereist werden. Die Wintersaison hat entsprechend Fahrt aufgenommen», sagte Tui-Deutschland-Chef Stefan Baumert am Montag.

Der größte Reisekonzern setzt auch auf Gewöhnungseffekte bei den Kunden. Inzwischen sei die Bereitschaft vor allem zum regelmäßigen Testen oder zum Nachweis des Impfstatus kein großes Problem mehr. Etliche Virologen und Gesundheitspolitiker weisen allerdings auf die nach wie vor bestehenden «Impflücken» in manchen Regionen hin.

Bei den Winterbuchungen liegen laut Tui klassische Ziele wie die Kanaren vorn. Viele Kunden entschieden sich weiter recht kurzfristig. Es lasse sich aber erkennen, «dass während der trüben Tage zu Hause der Wunsch nach Sonne und Strand stetig steigt», sagte Baumert.

Für Skiurlauber sei man mit gut 2000 Unterkünften «gut gerüstet», meinte der Tui-Manager. Stark verschärfte Pandemie-Regeln wie der Lockdown in Österreich dürften die Branche nach Einschätzung des Deutschen Reiseverbands (DRV) erneut treffen. Pauschalveranstalter seien hier jedoch nicht so abhängig wie beim Sommergeschäft - und die Anbieter hofften, dass das Weihnachtsgeschäft nach dem Lockdown-Ende ab Mitte Dezember noch rechtzeitig anlaufen könne. Der Zwischenstand bei Tui: «Die österreichischen Winterziele werden weiterhin gut gebucht, ebenso die Schweiz. Italien ist ebenfalls beliebt.»

(dpa)

Kenia führt Corona-Impfpflicht in weiten Bereichen ein

10:55
22.11.2021
Im Kampf gegen die Corona-Pandemie verschärft Kenia seine Impfregeln und erlaubt vom 21. Dezember an etwa den Zugang zu Behörden, Hotels oder Nationalparks nur noch für nachweislich Geimpfte. Flugbegleiter und Piloten, Busfahrer, Taxifahrer und Fahrer von Motorradtaxis müssen nach den am Sonntag angekündigten neuen Regeln dann nachweislich voll gegen Corona geimpft sein.

Betroffen sind aber auch europäische Besucher des Landes: Auch sie müssen künftig vor der Einreise nicht nur einen negativen PCR-Test vorlegen, sondern nachweisen, dass sie vollständig geimpft sind.

Die Verschärfung der Regeln kurz vor Weihnachten soll einen rasanten Anstieg der Infektionszahlen verhindern. Viele in Städten lebende Kenianer verbringen die Feiertage in den Heimatregionen ihrer Familien, dabei dürfte die Forderung nach sozialer Distanz häufig unberücksichtigt bleiben. Zudem sind die Weihnachtsferien traditionell Hochsaison in den wichtigen Tourismusgebieten des ostafrikanischen Landes.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Montag sind in Kenia 2,4 Millionen der rund 54 Millionen Einwohner vollständig geimpft. Seit März 2020 wurde knapp eine Viertelmillion Corona-Infektionen bestätigt, mehr als 5000 Menschen starben mit oder an dem Virus.

(dpa)

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