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Curevac-Gründer Ingmar Hoerr ist neuer Ehrenbürger von Tübingen

19:29
19.11.2021
Ingmar Hoerr, Gründer des Biotechunternehmens Curevac und Wegbereiter für die mRNA-Impfstoff-Technologie, ist neuer Ehrenbürger der Universitätsstadt Tübingen. «Sie haben mit Ihrer Entdeckung der ganzen Welt die Möglichkeit gegeben, das wirksamste Mittel gegen das Corona-Virus herzustellen. Ihr Erfindergeist und Ihre Gründungsbegeisterung haben in Tübingen den perfekten Nährboden gefunden»», sagte Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) in seiner Laudatio laut einem vorab verbreitetem Text.

Palmer überreichte Hoerr am Freitagabend die Ehrenbürger-Urkunde und blickte auf dessen Leben und Werk zurück. Der 53-Jährige studierte Biologie an der Universität Tübingen und promovierte 1999. Im Rahmen dieser Doktorarbeit entdeckte er, dass sich die mRNA (Boten-RNA) stabilisieren lässt und eine sehr starke Immunreaktion auslöst. Menschen, die einen mRNA-Impfstoff verabreicht bekommen, aktivieren ihr Immunsystem gegen den jeweiligen Krankheitserreger. Basierend auf dieser Entdeckung gründete Hoerr mit zwei weiteren Wissenschaftlern Curevac.

In seiner Dankesrede sagte Hoerr: «Diese wunderbare Würdigung ist eine große Freude für mich. Mir ist sie ans Herz gewachsen, diese "kleine große Stadt", wie Walter Jens sie so treffend beschreibt.» Für ihn sei Tübingen nicht nur die schönste, sondern auch die liebens- und lebenswerteste Stadt der Welt: unangepasst, weltoffen und international. «In Tübingen darf man groß denken - daher wurde Tübingen auch für mich zu einem Tor zur Welt», erklärte Hoerr.

Die beiden Curevac-Gründer Hoerr und Florian von der Mülbe werden nach Angaben der «Stuttgart Zeitung» und der «Stuttgarter Nachrichten» gemeinsam mit ihren Partnerinnen Sara Hoerr und Kiriakoula Kapousouzi zu Stiftern. Mit der Morpho Foundation wollen Hoerr und seine Mitstreiter Projekte aus den Bereichen Kultur und Medizin fördern.

(dpa)

Corona: Sachsen schränkt weite Teile des öffentlichen Lebens ein

18:40
19.11.2021
Sachsen will angesichts rasant steigender Corona-Zahlen weite Teile des öffentlichen Lebens einschränken. Das teilte die Landesregierung am Freitagabend mit. Außer Bibliotheken müssen Kultur- und Freizeiteinrichtungen schließen. Bars, Clubs und Diskotheken bleiben zu. Weihnachtsmärkte wird es nicht geben.

(dpa)

Lindner: Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen wird kommen

18:24
19.11.2021
Eine Corona-Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen wird nach Einschätzung des FDP-Vorsitzenden Christian Lindner eingeführt werden. «Inzwischen haben sich Bund und Länder für eine einrichtungsbezogene Impfpflicht ausgesprochen. Sie wird deshalb kommen», sagte Lindner der «Süddeutschen Zeitung» (Samstag). Zu Beginn der Pandemie hätten alle, einschließlich der Bundeskanzlerin, Impfpflichten ausgeschlossen. Praktiker hätten auch Bedenken gehabt, dass Beschäftigte dann ihren Arbeitsplatz verlassen würden. «Inzwischen wird das allgemein anders eingeschätzt», sagte Lindner.

Die Bundesländer haben den Bund bei der Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag gebeten, in bestimmten Einrichtungen wie Krankenhäusern und Pflegeheimen eine Impfpflicht für alle Mitarbeiter einzuführen, die Kontakt zu besonders gefährdeten (vulnerablen) Personen haben. Die Frage einer Impfpflicht war in der Vergangenheit umstritten. Lindner selbst hatte zuletzt eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen und Einrichtungen nicht ausgeschlossen. Die FDP-Bundestagsfraktion hatte zu dem Thema am Freitag mit einer Expertenanhörung begonnen.

(dpa)

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