Letztes Update:
20211119182433

Europäischer Filmpreis wegen Corona nicht vor großem Publikum

18:23
19.11.2021
Die geplante Gala zur Vergabe des Europäischen Filmpreises wird coronabedingt weitgehend ohne Gäste über die Bühne gehen. Bei der Zeremonie am 11. Dezember in Berlin wird es nicht wie sonst Publikum aus Akademiemitgliedern, Partnern und Gästen aus der Filmindustrie geben. Die Teilnahme sei auf Nominierte und Preisträger beschränkt, teilten die Veranstalter am Freitag mit. Die Gala soll live stattfinden und gestreamt werden.

«Wir bedauern dies sehr und sind uns bewusst, dass es für viele in Europa eine große Enttäuschung sein muss», sagte der Geschäftsführer der European Film Academy, Matthijs Wouter Knol, in der Mitteilung. Angesichts der Verantwortung für eine solche Veranstaltung gebe es keine andere Wahl. «Das Risiko wäre einfach zu hoch.»

Die Vergabeverfahren bleiben nach den Angaben unberührt, die meisten Preise werden derzeit von den mehr als 4100 Mitgliedern der European Film Academy ausgewählt. Der Europäische Filmpreis gilt als Pendant zum US-amerikanischen Oscar. Er wird in der Regel abwechselnd in Berlin und einer anderen europäischen Stadt verliehen.

Als bester Spielfilm sind diesmal fünf Titel nominiert. In «The Father» spielt Anthony Hopkins einen Mann, der an Demenz erkrankt ist - der Oscar-Preisträger ist ebenfalls als bester Schauspieler vorgeschlagen. Der deutsche Schauspieler Franz Rogowski ist für seine Rolle im Drama «Große Freiheit» nominiert. Als Film im Rennen sind außerdem der Cannes-Sieger «Titane», die Dramen «Compartment No. 6» und «Quo Vadis, Aida?» sowie «Die Hand Gottes» des italienischen Filmemachers Paolo Sorrentino.

(dpa)

Ölpreise fallen wegen verschärfter Corona-Lage

17:44
19.11.2021
Die Ölpreise sind am Freitag wegen neuer Corona-Ängste unter Druck geraten. Am Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 78,30 Dollar. Das waren 2,94 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI fiel um 3,43 Dollar auf 76,58 Dollar. Damit lagen die Preise so tief wie seit Anfang Oktober nicht mehr.

Für Verunsicherung sorgte auch, dass Österreich wieder in einen Lockdown geht. Das weckte entsprechende Ängste auch in Deutschland. Während der ersten Corona-Welle im Frühjahr 2020, als viele Staaten gleichzeitig die Wirtschaft dichtmachten, waren die Rohölpreise eingebrochen.

Ansonsten beschäftigt sich der Markt mit der möglichen Freigabe strategischer Ölreserven durch große Volkswirtschaften. China hat einen solchen Schritt bereits angekündigt. In den USA wird seit längerem über eine Freigabe debattiert. Nach Medienberichten will die US-Regierung andere große Verbrauchsländer wie Japan, Südkorea oder Indien zu ähnlichen Schritten animieren.

Im Oktober waren die Ölpreise auf mehrjährige Höchststände gestiegen, bevor sie in den vergangenen Wochen nachgaben. Ökonomen befürchten, dass das Preisniveau die wirtschaftliche Erholung ausbremst. Erdöl ist für die meisten Länder einer der wichtigsten Rohstoffe.

(dpa)

Möchten Sie alle externen Inhalte laden?
Datenschutzerklärung
Inhalt laden