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Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen steigt wieder

17:30
19.11.2021
Die Zahl der Covid-19-Fälle auf Intensivstationen in Baden-Württemberg ist wieder gestiegen. Nach einem geringfügigen Rückgang am Donnerstag erhöhte sich diese Zahl um 6 auf 445 (plus 6) Patientinnen und Patienten, teilte das Landesgesundheitsamt am Freitag mit. Damit wurde der für die Alarmstufe entscheidende Wert von 390 Fällen erneut weit überschritten. Die Alarmstufe gilt seit Mittwoch, weil der Grenzwert an zwei Tagen in Folge überschritten worden war. Nun greift die 2G-Regel (geimpft oder genesen) etwa in Restaurants, Museen, Kinos und öffentlichen Veranstaltungen.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz lag am Freitag (16.00 Uhr) unverändert bei 5,7. Sie gibt die Zahl jener Menschen an, die pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche mit Corona in eine Klinik kommen. Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen ist allerdings in der Regel höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor.

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen stieg auf 421,3 (Vortag: 414,0). Der Wert gibt an, wie viele neue Infektionen mit dem Coronavirus pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche den Behörden gemeldet wurden. Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle stieg seit Beginn der Pandemie um 8461 auf 747 300. Es gab 32 weitere gemeldete Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus - damit stieg die Gesamtzahl auf 11 440 Verstorbene.

(dpa)

Mehr Moderna-Impfstoff für "Booster" - Begrenzung für Biontech

17:27
19.11.2021
Die Corona-Auffrischungsimpfungen sollen deutlich anziehen und verstärkt mit dem Impfstoff von Moderna anstelle von Biontech vorgenommen werden. Das Bundesgesundheitsministerium betonte am Freitag, dass bis Jahresende genug Impfstoff für solche «Booster» zur Verfügung stehe. Nachdem das Präparat von Biontech bisher mehr als 90 Prozent der Bestellungen ausmache, solle aber vermehrt Moderna eingesetzt werden. Dies solle sichern, dass kurzfristig ausreichend Impfstoff verfügbar ist. Zudem verfielen eingelagerte Moderna-Dosen ab Mitte des ersten Quartals 2022, was aber vermieden werden müsse.

Für Biontech sollen daher «Höchstbestellmengen» definiert werden, wie es in einem Schreiben des Ministeriums an die Länder heißt. Zuerst berichtete das Redaktionsnetzwerk Deutschland (Samstag) darüber. Praxen sollen demnach vorerst maximal 30 Dosen pro Woche bestellen können, Impfzentren und mobile Impfteams 1020 Dosen. «Bestellungen für Moderna-Impfstoff werden keiner Höchstgrenze unterliegen und vollumfänglich beliefert», heißt es in dem Schreiben, das auch der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

In den Praxen sei wegen der Begrenzung bei Biontech-Bestellungen ab 23. November nun aber mit deutlich erhöhtem Beratungsbedarf zu rechnen, erklärte die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV). «Das hat zur Folge, dass die meisten Patientinnen und Patienten, die mit Biontech im Rahmen ihrer Grundimmunisierung geimpft wurden, nun – sofern sie über 30 Jahre alt sind - eine Auffrischimpfung mit Moderna erhalten werden», sagte KBV-Vize Stephan Hofmeister.

Beide Impfstoffe seien nach vorliegenden Studiendaten und laut der Ständigen Impfkommission (Stiko) gleichwertig. «Trotzdem wird es hohen Erklärungsbedarf geben, der wertvolle Zeit bindet, die für das Impfen dann fehlt», sagte Hofmeister. Dies sei wenig hilfreich, wenn vor allem schnell und viel geimpft werden solle. Generell gewinnen die Impfungen laut KBV an Tempo. Für die nächste Woche seien fast fünf Millionen Dosen bestellt worden. Das sei die bisher größte Menge, die seit Start der Impfkampagne in die Praxen geliefert werde.

(dpa)

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