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20211119104643

Diakonie Baden bittet um Bundeswehr im Kampf gegen Corona-Welle

10:45
19.11.2021
Die Diakonie Baden wünscht sich im Kampf gegen die Corona-Pandemie im Südwesten wieder Unterstützung durch die Bundeswehr.

Man habe mit der Bundeswehr bereits in der dritten Corona-Welle im vergangenen Winter sehr gute Erfahrungen gemacht, sagte Vorstandsvorsitzender Urs Keller am Freitag in einer Mitteilung in Karlsruhe.

Bewohner, Patienten und Besucher beispielsweise von Pflegeeinrichtungen bräuchten jetzt die volle Aufmerksamkeit des Personals. «Die Mitarbeitenden können sich deshalb nicht gleichzeitig auch noch um den Aufbau einer Teststrategie kümmern, geschweige denn täglich Testungen im großen Stil durchführen. Hinzu komme, dass das Personal schon jetzt am Anschlag und darüber hinaus arbeitet.»

Keller sagte, es müsse jetzt alles dafür getan werden, dass alte und geschwächte Menschen verlässlich geschützt würden. Das trage auch dazu bei, die vierte Welle einzudämmen, wenn möglich zu brechen. Die Bundeswehr sei ein erprobter und starker Partner beim schnellen Aufbau und der Koordination von Teststrecken vor Ort.

Im vergangenen Jahr waren in Baden-Württemberg zu Spitzenzeiten 2500 Soldaten auf Gesundheitsämtern, in Kliniken, Alten- und Pflegeheimen im Kampf gegen die Pandemie im Einsatz.

(dpa)

Wirtschaft kann mit neuen Corona-Regeln leben

10:38
19.11.2021
Der Baden-Württembergische Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) sieht in den Corona-Beschlüssen eine Chance, der Pandemie effektiv zu begegnen.

BWIHK-Präsident Wolfgang Grenke sagte am Freitag in Stuttgart, aktiver Impfschutz sei das Gebot der Stunde. «Wenn die beschlossenen Maßnahmen gut koordiniert und effizient umgesetzt werden, kommen wir der Eindämmung der vierten Welle näher.» Genau das brauche man nun zum Wirtschafts- und Gesundheitsschutz. «Denn neue, pauschal-flächendeckende Lockdowns in der Wirtschaft darf es schlichtweg nie mehr geben», warnte Grenke.

Der BWIHK-Chef sagte, gleichwohl träfen die Regelungen viele Wirtschaftsbereiche schon jetzt – das so wichtige Weihnachtsgeschäft werde in vielen Branchen empfindlich beeinträchtigt. Zugleich forderte er Corona-Maßnahmen, die sich in der Praxis unbürokratisch und ohne zuviel Aufwand umsetzen ließen. «Deshalb begrüßt die IHK-Organisation eine Auskunftspflicht zum Impfstatus für Arbeitgeber im Rahmen der 3G-Umsetzung im Betrieb.»

Der Einzelhandelsverband rechnet bei einer Verschärfung der Coronamaßnahmen im Südwesten mit keinen Schließungen von Geschäften. Hauptgeschäftsführerin Sabine Hagmann sagte, es sei aufgrund des geringen Infektionsrisikos im Einzelhandel folgerichtig, dass die Ladengeschäfte von der flächendeckenden 2G-Regelung ausgenommen seien. Eine erneute Schließung wäre unverhältnismäßig.

Laut den Bund-Länder-Beschlüssen vom Donnerstag tritt die 2G-Regelung, nach der nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt zu Freizeitveranstaltungen, Gastronomie und Hotels haben, in Kraft, wenn die sogenannte Hospitalisierungsrate über drei liegt. Der Wert gibt an, wie viele Corona-Infizierte pro 100 000 Menschen in den vergangenen sieben Tagen ins Krankenhaus kamen.

Steigt die Krankenhaus-Rate auf mehr als sechs, sollen Geimpfte und Genesene in bestimmten Einrichtungen wie Diskotheken, Clubs und Bars zusätzlich einen Test vorlegen (2G plus).

(dpa)

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