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Maskenpflicht überall: Darmstadt 98 verschärft Corona-Regeln

09:43
19.11.2021
Fußball-Zweitligist SV Darmstadt 98 muss für das kommende Heimspiel seine Corona-Regeln verschärfen.

Am Samstag (13.30 Uhr/Sky) soll gegen den FC St. Pauli eine Maskenpflicht im kompletten Stadionbereich gelten, wie der hessische Verein am Freitagvormittag mitteilte. Dies habe das Gesundheitsamt Darmstadt «aufgrund der Corona-Situation und insbesondere wegen der gestiegenen Zahlen an Neu-Erkrankungen und entsprechenden Hospitalisierungszahlen» angeordnet.

Die Lilien dürfen 13 000 Fans zulassen. Im Stadion am Böllenfalltor gibt es Bereiche, in denen 2G (geimpft oder genesen) gilt. In anderen Bereichen wird nach dem 3G-Prinzip (geimpft, genesen oder negativ getestet) eingelassen. Die Bereiche sollen schon ab den Eingängen voneinander getrennt werden.

Unter das 2G-Modell fallen neben Geimpften und Genesenen auch Kinder und Jugendliche von sechs bis elf Jahren, die tagesaktuell oder in der Schule negativ getestet sind. Kinder unter sechs Jahren müssen keinen Nachweis eines negativen Testergebnisses erbringen.

(dpa)

Bouffier: Corona-Politik der Ampel-Parteien ist grundfalsch

09:41
19.11.2021
Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat SPD, FDP und Grünen vorgeworfen, aus politischem Kalkül falsche Entscheidungen zum weiteren Umgang mit der Corona-Pandemie zu treffen.

Mit dem Ende der epidemischen Lage von nationaler Tragweite werde ein «fatales Signal an die Bevölkerung gegeben», sagte er am Freitag bei der Beratung zum neuen Infektionsschutzgesetz im Bundesrat. Trotz einiger Nachbesserungen in den vergangenen Tagen sei dies ein Gesetz, «das zur aktuellen Lage in Deutschland passt wie die Faust aufs Auge», kritisierte Bouffier.

Hessen werde dennoch zustimmen, da man gemeinsam Verantwortung für den Schutz der Bevölkerung trage. Es sei gut, dass die Ministerpräsidentenkonferenz am 9. Dezember erneut über die aktuell angemessenen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie sprechen werde.

Der Bundestag hatte die Pläne von SPD, FDP und Grünen am Donnerstag beschlossen. Sie sehen am Arbeitsplatz, in Bussen und Bahnen den Nachweis einer Impfung, Genesung oder eines Tests (3G) vor. Die wegen der Corona-Pandemie ausgerufene epidemische Lage von nationaler Tragweite soll am 25. November enden.

(dpa)

Studie sieht Zusammenhang zwischen AfD-Wahlergebnis und Corona-Zahlen

09:15
19.11.2021
Wo die Alternative für Deutschland (AfD) in der Bundestagswahl 2017 gut abgeschnitten hat, ist einer Studie zufolge auch der Anstieg der Corona-Infektionszahlen in den Wellen 2020 besonders hoch gewesen.

Dutzende andere Faktoren wie etwa die Grenznähe einer Region, die Anzahl der Schulen oder Homeoffice-Quoten können demnach als alternative Erklärungen ausgeschlossen werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Freitag veröffentlichte Arbeit von Wissenschaftlern der Teilinstitute Jena und Bielefeld des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt und des Helmholtz Zentrums München.

Die Forscher untersuchten in statistischen Modellen, ob es in den 401 Kreisen und kreisfreien Städten einen Zusammenhang zwischen dem AfD-Zweitstimmenanteil bei der Bundestagswahl 2017 und dem Anstieg von Corona-Infektionszahlen in den Wellen vom Frühjahr und Herbst 2020 gab. Zugrunde lag dabei die Annahme, dass es in Regionen mit hohem Zuspruch zu Parteien der radikalen Rechten eine höhere Skepsis zu demokratischen Institutionen und eine geringere Akzeptanz der Schutzmaßnahmen gibt, und dass deswegen die Zahlen steigen.

Der Zusammenhang war demnach sowohl für westdeutsche, als auch für ostdeutsche Kreise signifikant. Bei allen anderen Parteien im Bundestag zeigte er sich laut Studie hingegen nicht. Die Ergebnisse bedeuteten jedoch nicht, dass alle AfD-Wähler gegen Corona-Maßnahmen verstoßen, hieß es von den Wissenschaftlern. Da es sich um Daten auf der Kreisebene handle, könne zu individuellen Motiven keine Aussage getroffen werden.

(dpa)

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