Letztes Update:
20211119091600

Mehr als fünf Millionen Auffrischungsimpfungen verabreicht

08:50
19.11.2021
Die Zahl der Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus hat die Marke von fünf Millionen überschritten. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der sogenannten Booster-Impfungen am Freitag (Stand 9.08 Uhr) mit 5,2 Millionen an.

Allein am Donnerstag kamen 393 000 hinzu. Insgesamt wurden am Donnerstag 523 000 Corona-Impfungen vorgenommen. Am Vortag lag die Zahl der Impfungen erstmals seit Wochen wieder über der Marke von 500 000.

56,4 Millionen Menschen und damit 67,9 Prozent der Gesamtbevölkerung sind mittlerweile vollständig gegen das Coronavirus geimpft. 58,5 Millionen Menschen wurden mindestens einmal gegen das Virus geimpft. Das entspricht einer Quote von 70,4 Prozent.

Das RKI geht davon aus, dass unter Erwachsenen vermutlich mehr Menschen geimpft sind, als die Daten nahelegen: Eine hundertprozentige Erfassung der Impfungen könne durch das Meldesystem nicht erreicht werden, heißt es auf der Impfübersicht des RKI.

Weiterhin gibt es beim Stand der Impfungen gegen das Coronavirus erhebliche regionale Unterschiede: Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen mit 82,0 Prozent den höchsten Anteil Erstgeimpfter. Bis auf Sachsen (59,8 Prozent) haben alle Bundesländer die 60-Prozent-Marke überschritten. Bremen zählt mit 79,5 Prozent ebenfalls den höchsten Anteil an vollständig geimpften Einwohnern. Sachsen ist auch hier mit 57,6 Prozent Schlusslicht.

(dpa)

Verbände: Zahnärzte und Pflegefachkräfte sollen auch impfen können

08:30
19.11.2021
Damit möglichst schnell möglichst viele Corona-Impfungen angeboten werden können, sollten Zahnärzte und Pflegekräfte ebenfalls impfen können. Das fordern die entsprechenden Berufsverbände.

«Jede Pflegefachperson ist durch ihre Ausbildung in der Lage, die Impfung durchzuführen», sagte die Präsidentin des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe, Christel Bienstein, am Freitag in Berlin und plädierte für «pragmatische Lösungen». Es müssten alle Ressourcen genutzt werden, damit vor allem Menschen aus Risikogruppen jetzt schnell Auffrischungsimpfungen erhalten.

Auch die Zahnärztinnen und Zahnärzte bieten ihre Hilfe an. «Wenn es gewünscht ist, unterstützen wir gerne die ärztliche Kollegenschaft, um Tempo in die Booster-Impfungen zu bringen und diese flächendeckend anzubieten», sagte Christoph Benz, Präsident der Bundeszahnärztekammer, am Freitag in Berlin.

«Wir müssen alle verfügbaren Kräfte bündeln, um die vierte Corona-Welle zu brechen.» Die Zahnärzteschaft habe aktuell keine Befugnis, selbst Impfungen vorzunehmen. Ausnahmeregelungen seien rechtlich zwar möglich, aber bisher noch nicht vorgesehen.

Berufsgruppen, die impfen können, sollten in der aktuellen Notlage dazu auch die Erlaubnis haben, betonte Bienstein. «Die Pflegefachpersonen aus den ambulanten Pflegediensten könnten eigenständig die Menschen mit Pflegebedarf und deren Angehörige impfen. Das wäre eine enorme Entlastung für diese Menschen, die dann eben nicht in eine Praxis kommen müssen, und es würde die Booster-Kampagne effektiv voranbringen. In den Pflegeheimen könnte man dies ebenso gut regeln.» Bisher sei aber die Anordnung und Anwesenheit einer Ärztin oder eines Arztes bei der Impfung erforderlich. Pflegefachperson ist die neue Berufsbezeichnung für Krankenpfleger und Krankenschwestern - die dreijährige Ausbildung qualifiziert europaweit für Arbeit zum Beispiel in der Alten- oder Krankenpflege.

(dpa)

Möchten Sie alle externen Inhalte laden?
Datenschutzerklärung
Inhalt laden