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Kroatien verschärft Corona-Maßnahmen - 3G in allen Ämtern

10:31
16.11.2021
Das EU-Land Kroatien hat angesichts steigender Infektionszahlen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie verschärft. Seit Dienstag dürfen Amtsgebäude nur mehr noch von Menschen betreten werden, die entweder geimpft, genesen oder getestet sind. Die Regelung gilt sowohl für die Mitarbeiter der Ämter als auch für Kunden.

Die Einführung der 3G-Regel für Amtsgebäude lief weitgehend ohne größere Schwierigkeiten an, berichtete das Nachrichtenportal «jutarnji.hr». Lediglich vor dem Bezirksgericht in Zagreb bildeten sich an der Einlasskontrolle längere Schlangen. Einzelne Bürger äußerten ihren Unmut über die neue Einschränkung, hieß es in dem Bericht. Die Maßnahme war in der Vorwoche erlassen worden. Am Montagabend demonstrierten in Zagreb und in der Adria-Stadt Split jeweils mehrere hundert Maßnahmen-Gegner.

In Kroatien stiegen die Corona-Infektionszahlen zuletzt stark an. Die Sieben-Tage-Rate pro 100 000 Einwohner lag am Dienstag bei 914. Sie war damit fast drei Mal so hoch wie in Deutschland. In den letzten sieben Tagen starben im Durchschnitt täglich 56 Menschen an den Folgen einer Corona-Erkrankung. Nur 45,5 Prozent der Bevölkerung sind vollständig geimpft.

(dpa)

Corona-Effekt? - Zahl der Geburten bis August leicht gestiegen

08:50
16.11.2021
In Deutschland sind in diesem Jahr bis August mehr Kinder zur Welt gekommen als im Vorjahreszeitraum. Das Plus beträgt im Vergleich 2020 1,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden unter Berufung auf vorläufige Zahlen mitteilte.

Rund 524 000 Kinder wurden demnach geboren. Ob sich in den Zahlen ein Corona-Effekt zeigt, sei angesichts des nur leichten Zuwachses schwer zu sagen, sagte die Demografie-Expertin im Statistischen Bundesamt, Olga Pötzsch.

Das gelte auch für eine Auffälligkeit bei den Zahlen, nämlich eine deutliche Zunahme der Geburten von Geschwisterkindern - also zweiten, dritten und weiteren Kindern - zwischen März und April im Vorjahresvergleich. Die Schwangerschaften begannen im Juni und Juli 2020, als sich die Pandemiesituation nach dem ersten Lockdown zwischenzeitlich entspannt hatte.

«Das ist eine ungewöhnliche Entwicklung, es ist aber unklar, ob sie ein Corona-Effekt ist», sagte Pötzsch. Möglicherweise hätten Eltern, die bereits einen weiteren Kinderwunsch hatten, diesen vorgezogen, weil sie mehr Zeit für die Familie gehabt hätten.

(dpa)

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