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20211115135424

SPD-Fraktionsvize: Bei 3G Auskunftsrecht der Arbeitgeber geplant

12:28
15.11.2021
Bei der geplanten 3G-Regel am Arbeitsplatz ist nach den Worten von SPD-Fraktionsvizechef Dirk Wiese ein Auskunftsrecht der Arbeitgeber geplant. Wiese sagte am Montag der Deutschen Presse-Agentur: «Wir werden regeln, dass das Betreten einer Arbeitsstätte, in denen ein Personenkontakt nicht ausgeschlossen ist, Arbeitgebern und Beschäftigten nur mit einem Impf-, Genesenen- oder Testnachweis erlaubt ist. Das darf und muss der Arbeitgeber selbstverständlich abfragen.»

SPD, Grüne und FDP wollen angesichts steigender Infektionszahlen eine 3G-Regel am Arbeitsplatz einführen. Das bedeutet, nur noch Geimpfte, Genesene oder Getestete haben einen Zugang zum Arbeitsplatz. Wirtschaftsverbände hatten in diesem Zusammenhang gefordert, dass Arbeitgeber den Impfstatus ihrer Beschäftigten abfragen dürfen.

(dpa)

Kirche in der Corona-Krise: Weniger Worte, mehr konkrete Hilfen

12:27
15.11.2021
Die Kirchen müssen stärker auf die Bedürfnisse Einzelner eingehen - diesen Schluss zieht der evangelische Wohlfahrtsverband Diakonie aus einer Studie zum Lebensgefühl während der Corona-Krise. «Wir haben zu lernen, näher bei den Menschen zu sein» sagte der Präsident der Diakonie Deutschland, Ulrich Lilie, am Montag in Berlin, wo die Befragung auch in Kooperation mit der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München vorgestellt wurde. Die Kirchen seien versucht, das immer gleiche abzuspulen. «Wir gehen immer noch in Konfektionsgrößen mit den Menschen um, das funktioniert nicht», kritisierte Lilie.

Für die qualitative Studie wurden 50 Menschen entsprechend dem Querschnitt der Bevölkerung ab Herbst 2020 innerhalb eines Jahres dreimal befragt. Dabei ging es unter anderem um ihren Alltag unter Corona-Bedingungen. 31 der Befragten waren evangelisch, davon 8 aktiv. Auch Menschen ohne Religion, Katholiken sowie Mitglieder anderer Glaubensrichtungen wie dem Islam oder dem Judentum wurden befragt.

Dabei ging es auch um die Rolle von Kirche. Nach Ansicht von Christian Albrecht von der Evangelisch-Theologischen Fakultät der LMU verpufften große, öffentliche Stellungnahmen der Kirchen während der Corona-Krise. Die Menschen erwarteten weniger das Ansprechen großer Lebensfragen und mehr ein Eingehen auf konkrete Alltagsbedürfnisse, etwa in einer tröstenden Predigt oder einem aufbauenden Gottesdienst. «Was in der Kirche an großen und allgemeinen Worten gesagt wird, löst diesen Anspruch nur bedingt ein», sagte der Theologe. Im Mittelpunkt müsse viel häufiger die Frage stehen: «Wie geht es Ihnen?».

(dpa)

Bayerisches Kabinett beschließt 2G auch in Gaststätten

12:23
15.11.2021
Angesichts der dramatisch steigenden Corona-Zahlen hat das bayerische Kabinett wie angekündigt schärfere Regeln beschlossen, die schon von diesem Dienstag (16. November) an gelten sollen. Auch in Gaststätten und Hotels gilt dann die 2G-Regel, Zugang haben also nur noch Geimpfte und Genesene - und Kinder unter 12 Jahren, für die es noch keinen zugelassenen Impfstoff gibt. Ein alternativer PCR-Test reicht also künftig nicht mehr aus.

Angesichts der zunehmenden Zahl von Impfdurchbrüchen gilt ab Dienstag zudem eine Maskenpflicht auch in all den Bereichen, in denen nach der 2G-Regel nur Geimpfte und Genesene Zugang haben - es sei denn, der 1,5-Meter-Mindestabstand wird eingehalten. In Gaststätten kann die Maske am Platz abgenommen werden. In Clubs und Diskotheken kann dagegen nur dann weiterhin auf die Maske verzichtet werden, wenn die Veranstalter zusätzlich einen Schnelltest von den Gästen verlangen.

In Alten- und Pflegeheimen müssen alle Beschäftigten, die nicht geimpft oder genesen sind, zweimal wöchentlich einen negativen PCR-Test oder an jedem Arbeitstag einen negativen Schnelltest vorlegen. Besucher müssen jedes Mal einen negativen Schnelltest vorlegen - das gilt auch in Kliniken. In Kitas sollen mehr Tests angeboten werden, zudem werden wieder feste Gruppen eingerichtet.

(dpa)

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