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20211115135424

Zweifel an nächtlichen Ausgangsbeschränkungen in Österreich

11:57
15.11.2021
Für seine Idee nächtlicher Ausgangsbeschränkungen für alle Bürger hat Österreichs Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) viel Kritik geerntet. Die Opposition lehnte am Montag seinen Vorschlag ab, ebenso zeigte sich die konservative ÖVP als Koalitionspartner skeptisch. Die Geimpften dürften nicht die Dummen sein, erklärte der Gesundheitssprecher der liberalen Neos, Gerald Loacker. Wenn es egal sei, ob man sich impfe oder teste, dann werde erst recht niemand eine Impfung abholen.

«Eine Ausgangssperre ist ein sehr massiver Eingriff in persönliche Freiheitsrechte, in die wirtschaftliche Situation und ins soziale Gefüge», so SPÖ-Fraktionsvize Jörg Leichtfried. Erst sollten andere Möglichkeiten genutzt werden.

Kanzler Alexander Schallenberg (ÖVP) reagierte zurückhaltend. «Natürlich schließe ich nicht aus, dass wir nachschärfen», sagte Schallenberg im ORF-Radio. Aber dass die Nachtgastronomie noch einmal geschlossen werde, sehe er derzeit nicht.

Die Bevölkerung ist derzeit schon mit einer Reihe neuer Maßnahmen konfrontiert: Zu Wochenbeginn trat ein Lockdown für Ungeimpfte in Kraft. Ohne Impfschutz dürfen sie das Zuhause nur für tägliche Einkäufe, Arbeit, Freiluftsport oder Notfälle verlassen. Außerdem muss man seit Monatsbeginn am Arbeitsplatz einen Nachweis erbringen, dass man geimpft, genesen oder getestet ist (3G-Regel).

Mückstein hatte am Sonntagabend in der ORF-Nachrichtensendung «ZiB2» angekündigt, dass am Mittwoch über mögliche nächtliche Ausgangsbeschränkungen für alle Bürger samt möglicher Schließung der Nachtgastronomie entschieden werden solle. Eine Verringerung der Kontakte zwischen den Menschen sei zwingend erforderlich.

(dpa)

DFB-Interimpräsident Koch befürwortet Impfung aller Nationalspieler

11:03
15.11.2021
DFB-Interimspräsident Rainer Koch hat sich für eine Impfung der deutschen Fußball-Nationalspieler ausgesprochen. «Wir sind alle der gleichen Auffassung, dass wir darauf hinwirken, dass Überzeugungsarbeit geleistet wird, sich impfen zu lassen», sagte Koch den «Nürnberger Nachrichten» (Montag). Für die Kommunikation mit dem Team seien jedoch der Bundestrainer und Sportdirektor zuständig: «Ich bin nicht in der Rolle, um von Tisch zu Tisch zu gehen, obwohl ich zur Delegation der Nationalmannschaft gehöre», betonte Koch.

Als langjährigem Richter seien ihm die Persönlichkeits- und Freiheitsrechte einzelner Menschen bekannt. Allerdings müsse man sich fragen, inwieweit «andere Menschen negative Auswirkungen für sich mit in Kauf nehmen müssen.» Für ihn sei wichtig, «dass wir sehr sorgfältige Konzepte entwickeln, um bestmöglich Vorsorge zu treffen.»

Über die Impfthematik war nach den öffentlich geäußerten Impfbedenken von Joshua Kimmich und dem positiven Corona-Test von Niklas Süle im deutschen Fußball emotional debattiert worden. Zudem rücken die wieder steigenden Inzidenzzahlen die Impffrage noch mehr in den Vordergrund.

(dpa)

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