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20211114175957

Wüst will keine 2G plus-Verschärfung für Geimpfte

17:58
14.11.2021
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) lehnt die Einführung einer 2G plus-Regel bei öffentlichen Veranstaltungen ab. Man sollte nicht den Geimpften, «die alles für den Gesundheitsschutz getan haben, jetzt als erstes die nächste Pflicht auferlegen», sagte Wüst dem «Kölner Stadt-Anzeiger» (Montag). Bei dem Prinzip 2G plus bekommen auch Geimpfte und Genesene nur Zugang, wenn sie zusätzlich einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen können.

Wichtiger sei der Blick auf die Nichtgeimpften. «Wir müssen dafür werben, dass sich mehr Menschen impfen lassen», sagte Wüst, der im Moment auch Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz ist. Der geschäftsführende Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte sich zuletzt dafür ausgesprochen, für öffentliche Veranstaltungen das Prinzip 2G plus einzuführen.

Bei dem Bund-Länder-Treffen am Donnerstag will Wüst aber auf die Einführung einer bundesweit einheitlichen 2G-Regel pochen. Das würde bedeuten, dass Ungeimpfte zu bestimmten Veranstaltungen keinen Zutritt mehr hätten. «Wir brauchen vergleichbare Maßnahmen in den Ländern, um die vierte Welle zu brechen», sagte er.

(dpa)

Düsseldorfer Jecken sollen auf Saalveranstaltungen verzichten

15:29
14.11.2021
Wegen der vierten Corona-Welle sollen die Karnevalsvereine in der Hochburg Düsseldorf im November komplett auf Saalveranstaltungen verzichten. Eine entsprechende Empfehlung sprach das Comitee Düsseldorfer Carneval am Sonntag an seine 70 Mitgliedsvereine in der Stadt aus. Geplante Treffen in geschlossenen Räumen sollten auf einen späteren Termin in der Session verschoben werden. Die für kommenden Freitag (19.11.) geplante Kürung des Düsseldorfer Prinzenpaars mit 1000 erwarteten Besuchern soll erst Anfang Januar stattfinden.

«Die Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen», sagte Comitee-Präsident Michael Laumen. Angesichts der steigenden
Infektionszahlen und der zunehmenden Belastung des Gesundheitssystems sehe man aber keine andere Möglichkeit. Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) hoffte, dass es durch Booster-Impfungen und die Wiedereinführung der kostenlosen Corona-Tests bis zum Januar eine andere Ausgangslage für Saalveranstaltungen gebe.

Das designierte Düsseldorfer Prinzenpaar Dirk II. und Venetia Uåsa sollte bereits vergangenes Jahr inthronisiert werden - das fiel wegen der Corona-Pandemie aus. Nun wird auch der zweite Anlauf verschoben. Beide hatten zuletzt schon Partys und Veranstaltungen mit vielen Menschen gemieden, um sich nicht vor der Kürung mit dem Coronavirus anzustecken.

In Köln war der Karnevalsprinz einen Tag vor dem 11.11. positiv auf Corona getestet worden. Alle Veranstaltungen mit dem Dreigestirn der Domstadt wurden daraufhin vorerst abgesagt.

(dpa)

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