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20211114153036

Söder fordert Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte

15:28
14.11.2021
Angesichts der dramatisch steigenden Corona-Zahlen in ganz Deutschland hält Bayers Ministerpräsident Markus Söder (CSU) Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte für notwendig. «Wir brauchen die Möglichkeit von Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte», sagte Söder am Sonntag vor einer Klausur seines Kabinetts in München. Es brauche dies als Zusatzinstrument - sonst werde man der steigenden Corona-Infektionszahlen nicht Herr. Zugleich forderte er zahlenmäßige Personen-Obergrenzen für Veranstaltungen.

In einem eindringlichen Appell forderte Söder einen Schulterschluss von Bund und Ländern - und rief die Ampel-Verhandlungspartner zu einem deutlichen Nachschärfen des Infektionsschutzgesetz-Entwurfs auf. «Die Lage droht im gesamten Land zu entgleiten. Wegducken allein reicht nicht. Wir müssen jetzt alle - Bund, Länder - zusammen entschlossen handeln. Wir brauchen einen Schulterschluss und kein Hin- und Herschieben», verlangte er und betonte: «Das Ausrufen des Endes der epidemischen Lage ist in jeder Beziehung der falsche Weg.»

Konkret forderte Söder eine Impfpflicht für bestimmte Berufe, 2G - das heißt Zutritt nur für Geimpfte und Genesene - in ganz Deutschland, 2G plus - geimpft oder genesen plus Test - für alle Diskotheken und Clubs und eine bundesweite FFP2-Maskenpflicht im Fernverkehr. Und er werde sich sehr dafür einsetzen, dass es Obergrenzen für Veranstaltungen gebe, insbesondere beim Fußball, aber auch anderswo. «Wir brauchen Obergrenzen, das muss man bei einheitlich machen.» Sollte der Bund nicht aktiv werden, werde Bayern dies sonst selbstständig machen.

(dpa)

DGB begrüßt Wiedereinführung der Homeoffice-Pflicht

15:28
14.11.2021
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) unterstützt die Pläne der angestrebten Ampel-Koalition im Bund, die Homeoffice-Pflicht wieder einzuführen. Angesichts dramatisch steigender Corona-Infektionszahlen sei es «richtig, dass Arbeitgeber erneut verpflichtet sind, wo immer möglich Homeoffice anzubieten», sagte der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann am Sonntag in Berlin.

«Auch dass Beschäftigte dieses Angebot grundsätzlich ernstnehmen müssen, ist in der jetzigen Situation richtig und wichtig», ergänzte er. «Klar muss allerdings sein: Niemand darf gezwungen werden, im Homeoffice zu arbeiten. Dass das Arbeiten von zu Hause aus nicht möglich ist, muss als Zuruf ausreichen.»

Der Bundestag wird an diesem Donnerstag abschließend über ein geändertes Infektionsschutzgesetz beraten. Die Fraktionen der mutmaßlichen künftigen Regierungsparteien SPD, Grüne und FDP arbeiten unter Mitwirkung des Arbeitsministeriums an einem Entwurf. Voraussichtlich wird künftig vorgeschrieben, dass nur noch Geimpfte, Genesene und Getestete (3G) zur Arbeit gehen dürfen und für Büroarbeiten wieder eine Homeoffice-Pflicht gilt.

(dpa)

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