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2G im Hörsaal? - Uni Erlangen löst Debatte aus

11:46
13.11.2021
Die Universität Erlangen-Nürnberg hat mit ihrer Entscheidung, nur noch genesene und geimpfte Studierende in den Hörsaal zu lassen, eine Debatte ausgelöst. «Was sind das denn für Zustände nun? Sie diskriminieren ungeimpfte Studenten und verweigern ihnen das Präsenzstudium?», schrieb eine nach eigenen Angaben ehemalige Studentin auf Twitter. «Sie haben einen gewaltigen Shitstorm verdient.» Andere begrüßten dort die Entscheidung: «konsequent und vernünftig: 2G ist ein deutliches Zeichen - Glückwunsch zu dieser Entscheidung!»

Die Uni hatte am Freitag mitgeteilt, dass bei Präsenzveranstaltungen im Hörsaal künftig eine 2G-Regelung gelten soll. «Studierende mit einem Non-2G-Status können nicht an Präsenzveranstaltungen teilnehmen, den Inhalten allerdings online folgen», teilte die Uni auf ihrer Homepage mit. Die Regelung soll von kommendem Montag an gelten - mit einer Übergangsfrist bis zum 22. November.

Nach Angaben der bayerischen Universitätenkonferenz ist es derzeit «noch nicht konkret geplant, das 2G-Konzept auf weitere Universitäten zu übertragen». Das sagte Geschäftsführer Alexander Fehr auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. «Gleichwohl werden entsprechende Überlegungen angestellt und die Voraussetzungen dafür (...) geprüft.» Eine 2G-Regelung sei nach derzeitiger Einschätzung rechtlich möglich - «insoweit die Studierbarkeit weiterhin durch hybride oder digitale Angebote sichergestellt werden kann», sagte Fehr. Dies sei im Erlanger Konzept berücksichtigt.

(dpa)

Schulen sollen trotz Corona-Alarmstufe offen bleiben

11:01
13.11.2021
Auch wenn wegen steigender Corona-Zahlen die Zügel in Baden-Württemberg wohl bald angezogen werden, soll der Schulbetrieb in Präsenz nach dem Willen der Regierung weitergehen. Schulschließungen sollten keine Option mehr sein, sagte ein Sprecher von Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) «Stuttgarter Zeitung» und «Stuttgarter Nachrichten» (Samstag). Oberstes Ziel sei es, so viel Präsenzunterricht anzubieten wie möglich. Der Gesundheitsschutz an den Schulen werde dabei an das Infektionsgeschehen angepasst.

Wenn die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen in baden-württembergischen Krankenhäusern an zwei Werktagen in Folge die Marke von 390 erreicht oder überschreitet, gelten landesweit schärfere Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie. Das Ausrufen der sogenannten Alarmstufe wird für kommende Woche erwartet.

Erst vor wenigen Tagen hatte Schopper die Abschaffung der Maskenpflicht in den Schulklassen verteidigt und ungeimpfte Erwachsene scharf kritisiert. Krankenhäuser seien überlastet, «weil die Ungeimpften nicht beim Doktor waren, verdammte Axt». Kinder seien nicht das Hauptproblem in der Pandemie. Seit Beginn des Schuljahres habe noch keine Schule vollständig schließen müssen. Nie seien mehr als 56 der rund 68 000 Klassen im Land in Quarantäne gewesen.

(dpa)

Corona-Patienten werden womöglich in andere Länder verlegt

11:01
13.11.2021
Um der angespannten Corona-Lage auf den Intensivstationen im Südwesten Herr zu werden, müssen manche Patienten womöglich in andere Bundesländer verlegt werden. Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) sagte «Stuttgarter Zeitung» und «Stuttgarter Nachrichten» (Samstag), dass dazu schon Gespräche liefen. «Gerade in Norddeutschland ist die Lage noch entspannter - auch deshalb, weil dort die Impfquote höher ist», erklärte er. «Es ist ein fatales Signal, dass wir andere Bundesländer um Hilfe bitten müssen, weil sich bei uns zu wenige impfen lassen.»

Alle Standorte stünden unter enormem Druck. «Wir können nicht mehr so viele Patienten im Land verlegen, wie wir das eigentlich müssten», sagte Lucha. «Alarmsignale haben wir aus Krankenhäusern im Raum Karlsruhe erhalten, gefolgt von Ulm und dem Raum Stuttgart/Ludwigsburg.» Noch könnten Intensivpatienten zum Beispiel nach Freiburg und Tübingen gebracht werden, erklärte der Minister. «Aber im Gegensatz zu vorigen Pandemiewellen sind derzeit leider sämtliche Standorte in Baden-Württemberg sehr stark belastet.»

Hinzu komme, dass einzelne Krankenhäuser ihr volles Programm führen und die Aufnahme von Corona-Patienten ablehnten, sagte Lucha. «Ich appelliere an die Solidarität der Kliniken.» Er fordere die Krankenhäuser auf, «an die Grenze zu gehen und bis zu 40 Prozent ihrer Intensivkapazitäten für die Corona-Versorgung zur Verfügung zu stellen», so der Gesundheitsminister. «Sonst sind wir gezwungen, über Allgemeinverfügungen rechtlich einzugreifen.»

(dpa)

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