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Gaststättenverband: Politik muss neuen Lockdown ausschließen

07:48
12.11.2021
Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband hat an die Politik appelliert, einen neuen Lockdown wegen der hohen Corona-Infektionszahlen auszuschließen.

«Es muss sichergestellt sein, dass unsere Betriebe jetzt dauerhaft geöffnet bleiben», sagte die Hauptgeschäftsführerin des Verbands, Ingrid Hartges, am Freitag im «Frühstart» bei RTL/ntv. Einen erneuten Lockdown würde die Branche nach ihren Worten vor allem mental und emotional nicht überleben. Es sei auch rechtlich mehr als problematisch, für Geimpfte einen Lockdown zu verhängen.

Hartges rief die künftige Ampel-Koalition zugleich auf, die Corona-Wirtschaftshilfen über das Jahresende hinaus zu verlängern. «Das muss man machen. Man kann die Branche jetzt nicht auf den letzten Metern im Stich lassen», betonte sie.

Sie begrüßte die Zusage, die Sonderregelungen zum Kurzarbeitergeld weiter gelten zu lassen. «Es wäre absolut unverständlich, wenn nicht auch die Überbrückungshilfe verlängert wird, bis zumindest 31. März», fügte Hartges hinzu.

(dpa)

Bonner Sozialethiker: Karnevalfeiern in Pandemie ist richtig

07:17
12.11.2021
Der Bonner Sozialethiker Martin Booms hat das Schunkeln und Feiern von Karnevals-Jecken zum Sessionsauftakt als richtig bezeichnet.

Man müsse versuchen, wieder in das «normale Leben» zurückzufinden und Wege finden, um auch das «Sozialleben wieder hochzufahren», sagte er am Freitag im «Morgenecho» auf WDR5.

In den Hochburgen hatten am Donnerstag Tausende Karneval gefeiert, wobei in den Partyzonen nach 2G-Regel nur Geimpfte und Genesene Zutritt hatten.

Der Direktor der Akademie für Sozialethik betonte zur Impfdebatte, man müsse lernen unterschiedliche Auffassungen auszuhalten.

(dpa)

Medien: In Niederlanden droht neuer Teil-Lockdown

07:11
12.11.2021
Die Niederlande steuern angesichts schnell steigender Infektions- und Patientenzahlen auf einen neuen Teil-Lockdown zu.

Das berichten niederländische Medien am Freitag unter Berufung auf Regierungskreise. So solle ab Samstag ein eingeschränkter Shutdown von drei Wochen beginnen, Gaststätten und die meisten Geschäfte müssten dann um 19 Uhr schließen.

Die geschäftsführende Regierung will im Laufe des Freitags über die neuen Maßnahmen entscheiden. Für den Abend ist eine Pressekonferenz angekündigt. Seit dem Vortag berät die Regierung im Catshuis, dem Amtssitz von Premier Mark Rutte. Auch über die Einführung der 2G-Regel für Gaststätten und Kultur und Sport soll entschieden werden

Nach Medieninformationen sollen Bürger nur noch höchstens vier Besucher zu Hause empfangen. Sportwettkämpfe sollen ohne Publikum stattfinden. Kinos und Theater sollten aber mit einem Impfnachweis oder einem negativen Corona-Test weiter genutzt werden dürfen.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen war am Donnerstag auf über 16 000 gestiegen und hat somit einen Höchstwert erreicht. Die 7-Tage-Inzidenz stieg auf mehr als 500 - etwa doppelt so hoch wie in Deutschland. Die Lage vor allem auf Intensivstationen ist so prekär, dass Krankenhäuser bereits vor dem Notzustand warnen.

(dpa)

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