Letztes Update:
20211112072101

Bericht: Reservistenverbandschef fordert Impfpflicht für Soldaten

07:02
12.11.2021
 Der Präsident des Bundeswehr-Reservistenverbands Patrick Sensburg hat sich laut einem Bericht für eine Impfpflicht für Soldatinnen und Soldaten ausgesprochen.

«Ich selbst halte eine Impfpflicht für den richtigen Weg. Ohne sie werden wir nicht aus der Pandemie kommen», sagte der aus dem Sauerland stammende Sensburg der «Wirtschaftswoche».

Die Soldaten würden aktuell wieder zunehmend zur Amtshilfe aufgefordert, zitierte das Magazin einen Sprecher des Kommandos Territoriale Aufgaben. Sie unterstützten Gesundheitsämter bei der Kontaktnachverfolgung oder auch Alten- und Pflegeheime, Krankenhäuser und Impfzentren beim Testen und Impfen. Die Bundeswehr entsende «möglichst nur geimpfte Soldaten» für Amtshilfe in sensiblen Bereichen.

«Dass Ungeimpfte in Pflegeheimen arbeiten, wird es in Zukunft nicht mehr geben», meinte Sensburg. «Egal, ob das fest angestelltes Pflegepersonal ist oder Soldatinnen und Soldaten oder Reservistinnen oder Reservisten sind.»

Der frühere CDU-Abgeordnete Sensburg war in seinem Kreisverband im Hochsauerland im April gegen seinen Parteikollegen Friedrich Merz in einer Kampfabstimmung um eine Direktkandidatur für den Bundestag unterlegen gewesen.

(dpa)

Experte: Viele Menschen sind pandemiemüde

05:05
12.11.2021
Die enorme Zunahme der Corona-Infektionszahlen ist nach Einschätzung des Rostocker Infektiologen Emil Reisinger auch auf eine zunehmende Pandemie-Müdigkeit der Menschen zurückzuführen.

«Die AHA-Regeln und das Tragen von Schutzmasken werden trotz der akuten Bedrohung immer weniger beachtet», sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Dabei sei bekannt, dass als wichtigster Schutz vor einer Infektion nach dem Impfen gleich das Tragen von Masken komme.

Deshalb grassiere das Virus besonders unter den Ungeimpften. Betroffen seien auch Menschen, bei denen die Impfung nicht im nötigen Maße angeschlagen habe. Die Wissenschaft gehe von bis zu zehn Prozent sogenannter Impfversager aus, erklärte der Mediziner. Diese Menschen bildeten zu wenige Antikörper. Allerdings sei zu beobachten, dass bei vielen von ihnen ein dritter Piks, die sogenannte Booster-Impfung, zu einer deutlichen Erhöhung der Antikörper führe.

(dpa)

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