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Gesundheitssystem vor Kollaps: Millionen Briten warten auf Behandlung

13:13
11.11.2021
Angesichts rekordverdächtiger Wartezeiten für Operationen in England warnen Gesundheitsexperten vor einem Zusammenbruch des Gesundheitsdiensts. Die Denkfabrik King's Fund warnte am Donnerstag, der chronische Arbeitskräftemangel verschärfe den durch die Corona-Pandemie entstandenen Druck noch weiter. Experten warnen, dass die ab April 2022 geltende Impfpflicht für medizinisches Potenzial die Lage verschärfen könnte.

Daten des National Health Service (NHS) zufolge warteten im September deutlich mehr als 5,8 Millionen Menschen auf eine Behandlung, so viele wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen 2007. Mehr als 300 000 Patienten stehen seit mehr als einem Jahr auf der Warteliste, mehr als doppelt so viele wie im Vorjahresmonat. Etwa 12 500 Menschen warten bereits seit zwei Jahren.

Schon in normalen Jahren seien die schlechten Zahlen bei Notrufen, Notaufnahmen und Wartezeiten für sich genommen jeweils ein Alarmsignal, sagte die Analystin Deborah Ward von King's Fund. Zusammengenommen und noch vor Winterbeginn deuteten sie darauf hin, dass das Gesundheitssystem kurz davor sei, in die Knie zu gehen.

Im Oktober dauerte es im Durchschnitt 9 Minuten und 20 Sekunden, bis ein Krankenwagen auf einen Notruf wegen einer lebensgefährdenden Erkrankung reagierte. Angepeilt sind 7 Minuten. Die Reaktionszeit bei Fällen der sogenannten Kategorie 2 wie Verbrennungen und Schlaganfällen stieg von durchschnittlich 45 Minuten und 30 Sekunden auf 53 Minuten und 54 Sekunden. Hier sind eigentlich 18 Minuten vorgesehen.

Mehr als eine Million Notrufe gingen im Oktober ein - der höchste je gemessene Wert für den Monat. Allein die Zahl der Notrufe wegen Lebensgefahr legte um rund ein Drittel auf mehr als 82 000 zu.

(dpa)

Söder schlägt flächendeckende Zugangsverbote für Ungeimpfte vor

13:01
11.11.2021
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will im Kampf gegen die galoppierenden Infektionszahlen in der Corona-Pandemie in Bayern flächendeckende Zugangsverbote für Ungeimpfte einführen. Einen Vorschlag zur Hochstufung auf 2G - also Zugang nur für Geimpfte und Genesene, nicht mehr für negativ Getestete - werde er dem Koalitionspartner Freie Wähler unterbreiten, sagte Söder am Donnerstag in München nach einem Treffen mit Vertretern von Krankenhäusern. Gleichzeitig solle in Clubs und Diskotheken der Standard 2G plus gelten - also Zutritt nur für Geimpfte und Genesene, die aber zusätzlich noch einen Schnelltest machen müssen. 2G flächendeckend werde auch auf Bundesebene gebraucht, sagte Söder.

(dpa)

Kontrollen der Corona-Regeln in der Südwest-Gastronomie

13:00
11.11.2021
In zahlreichen baden-württembergischen Kommunen sind am Donnerstag die Kontrollen auf Einhaltung der Corona-Regeln in der Gastronomie gestartet. In Stuttgart seien insgesamt sechs Personen der Gaststättenbehörde im Einsatz, teilte ein Sprecher mit. Es werde das Hygienekonzept überprüft und geschaut, ob die Gäste ihren Impfnachweis oder oder negativen Corona-Schnelltest dabei hätten. Die landesweite Aktion war vom Sozialministerium im Vorfeld angekündigt worden. Sie ist auf insgesamt zwei Tage angesetzt.

Ein Sprecher des Sozialministerium hatte angesichts der steigenden Fallzahlen erklärt: «Wir müssen dafür sorgen, dass die Corona-Vorgaben eingehalten werden. Die allermeisten Menschen im Land halten sich auch an die Regeln – und erwarten zurecht, dass der Staat seiner Kontrollpflicht nachkommt.» Im Übrigen habe es auch in der Vergangenheit schon Schwerpunkt-Aktionen gegeben. Im Vordergrund stehe immer die Sensibilisierung und nicht die Strafe.

Es soll vor allem die Einhaltung der 3G-Regel überprüft werden. Zuständig sind dafür demnach die Ordnungsämter der Kommune. Sie werden dabei - wo notwendig - von der Polizei unterstützt.

(dpa)

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