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Kultusministerin verteidigt Abschaffung der Maskenpflicht in Klassen

12:07
11.11.2021
Nach den scharfen Vorwürfen von Verbänden, Eltern und der politischen Opposition hat Kultusministerin Theresa Schopper die Abschaffung der Maskenpflicht in den Schulklassen verteidigt und ungeimpfte Erwachsene scharf kritisiert. «Wir haben ein riesiges Sicherheitskonzept innerhalb der Schulen aufgebaut. Nirgends wird so viel getestet, nirgends wird so viel gescreent wie an den Schulen», sagte die Grünen-Politikerin am Donnerstag im Landtag in Stuttgart. Außerdem gebe es ein «ausgeklügeltes Quarantänesystem». Es sei zudem ein «wirkliches Märchen», dass die Schulen Treiber der Infektionen seien.

Zudem folgten die Schulen klaren Regelungen und eindeutigen Werten, nach denen bestimmte Maßnahmen ergriffen werden müssten, sagte Schopper. Ein Schutz am Platz müsse laut Corona-Verordnung außerdem automatisch wieder getragen werden, wenn die sogenannte Alarmstufe des Landes greife. «Und wir werden in den nächsten Tagen diese Alarmstufe erreichen, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche», sagte Schopper.

Den «ganzen Zinnober» habe das Land nur, weil zu viele ungeimpfte Menschen über 18 Jahren die baden-württembergischen Intensivstationen belasteten. «Kein Intensivbett wird von einem Kind belegt», rief Schopper wütend ins Plenum. «Aber wir haben eine Überlastung der Krankenhäuser, weil die Ungeimpften nicht beim Doktor waren, verdammte Axt.»

Während im Nachbarland Bayern der Mundschutz im Unterricht seit dieser Woche wieder vorgeschrieben wird, hält sich Baden-Württemberg trotz der steigenden Zahl von Corona-Fällen weiter zurück. Mit der Ausrufung der verbindlichen letzten Eskalationsstufe wird spätestens in der kommenden Woche gerechnet.

Die Landesregierung hatte die Maskenpflicht in den Klassenzimmern zum 18. Oktober aufgehoben - gegen den Rat unter anderem der Bildungsgewerkschaft GEW, aber auf Drängen auch von Eltern.

(dpa/lsw)

Box-WM der Frauen wegen Corona auf März 2022 verschoben

12:06
11.11.2021
Wegen der anhaltenden Corona-Pandemie ist die Box-Weltmeisterschaft der Frauen verschoben worden. «Viele Nationalverbände sehen sich schwierigen Situationen und Einschränkungen in ihren Ländern ausgesetzt», teilte der Weltverband AIBA am späten Mittwochabend mit. Die Amateur-WM hätte vom 6. bis 19. Dezember in der türkischen Metropole Istanbul stattfinden sollen. Als neuer Termin ist der März kommenden Jahres geplant.

«Die Sicherheit und die Gesundheit der Athletinnen, Trainer und anderer Beteiligter haben Priorität», sagte der russische AIBA-Präsident Umar Kremlew. Deshalb sei das Risiko zu groß, die Durchführung der WM weiter zu planen.

(dpa)

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