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Hohe Corona-Fallzahlen bei Kindern und Jugendlichen im Südwesten

12:06
02.11.2021
Bei Kindern und Jugendlichen im Südwesten breitet sich das Coronavirus derzeit stark aus. Die Fallzahlen in den Altersgruppen «6 bis 9 Jahre» und «10 bis 19 Jahre» lagen zuletzt fast doppelt so hoch wie im landesweiten Schnitt, wie aus Daten des Landesgesundheitsamts (LGA) in Stuttgart hervorgeht.

So betrug die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen bei Kindern im Alter von sechs bis neun Jahren in der vergangenen Meldewoche 264. Bei den Kindern und Jugendlichen zwischen 10 und 19 Jahren lag die Sieben-Tage-Inzidenz mit 286 noch höher. Die landesweite Inzidenz betrug zur selben Zeit insgesamt 171.

Die Neuinfektionen verteilen sich bereits seit längerer Zeit sehr ungleich auf die verschiedenen Altersgruppen im Land. So zeigen die Daten des LGA, dass sich Kinder bis fünf Jahre deutlich seltener anstecken als ältere Kinder. Die Inzidenz in dieser Altersgruppe lag zuletzt bei 83.

Auch ältere Menschen stecken sich demnach weniger häufig mit dem Coronavirus an als die Altersgruppen, in denen sich vor allem Schülerinnen und Schüler sowie Studierende befinden. In der Gruppe der 20- bis 39-Jährigen lag die Inzidenz mit 171 im landesweiten Schnitt. Deutlich geringe Fallzahlen als die jüngere Bevölkerung wiesen dagegen die Menschen im Alter von 60 bis 79 Jahren mit einer Inzidenz von 75 auf. Bei Menschen im Alter von 80 Jahren und älter betrug die Sieben-Tage-Inzidenz zuletzt 82. Eines haben derzeit alle Altersgruppen gemeinsam: Seit rund zwei Wochen steigen die Fallzahlen wieder deutlich.

(dpa)

Pfizer erhöht Jahresziele - Weitere Vereinbarungen für Corona-Impfung

12:04
02.11.2021
Der US-Pharmakonzern Pfizer profitiert weiter kräftig von dem mit seinem deutschen Partner Biontech entwickelten Covid-19-Impfstoff. Aber auch außerhalb des Geschäfts mit dem Corona-Vakzin Comirnaty hat Pfizer im vergangenen Quartal zugelegt. Das Management um Konzernchef Albert Bourla hob seine Jahresziele erneut an. So soll sich der Umsatz 2021 nun im Vergleich zum Vorjahr auf 81 bis 82 Milliarden Dollar (bis zu 70,8 Mrd Euro) nahezu verdoppeln, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Dabei rechnet Pfizer mit einem noch größeren Beitrag des Corona-Vakzins als bisher, da inzwischen weitere Liefervereinbarungen mit Abnehmerländern getroffen worden seien. Comirnaty dürfte demnach rund 36 Milliarden Dollar beisteuern statt der zuvor prognostizierten rund 33,5 Milliarden Dollar. Auch das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis je Aktie (EPS) soll stärker steigen als bisher vom Konzern erwartet.

Im vergangenen Quartal konnte Pfizer den Umsatz auf 24,1 Milliarden Dollar mehr als verdoppeln. Unter dem Strich kam ein Gewinn von 8,1 Milliarden Dollar heraus. Im Vorjahresquartal waren es knapp 1,5 Milliarden gewesen.

(dpa)

Inzidenz leicht auf 153,7 gesunken - Allerheiligen-Effekt?

11:19
02.11.2021
Der seit gut zweieinhalb Wochen anhaltende Anstieg der 7-Tage-Inzidenz in Deutschland hat sich am Dienstag nicht fortgesetzt. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 153,7 an. Am Vortag hatte der Wert bei 154,8 gelegen (Vorwoche: 113,0). Ursache könnte sein, dass wegen des Feiertags weniger Infektionen an das RKI gemeldet wurden.

Der 1. November als Allerheiligen ist in Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland ein Feiertag. Vom RKI hieß es am Morgen lediglich, einzelne Werte würden nicht kommentiert. In den Tagen davor war die Inzidenz stets merklich gestiegen - das aber mit etwa gleichbleibender, nicht zunehmender Dynamik.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 10 813 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 10 473 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 81 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 128 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4 618 021 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter - gab das RKI am Dienstag mit 3,29 an (Montag: 3,46). Bei dem Indikator muss berücksichtigt werden, dass Krankenhausaufnahmen teils mit Verzug gemeldet werden. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 4 300 600 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 95 833.

(dpa)

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