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Mehr als 300 Intensiv-Betten in Österreich belegt - Stufe zwei kommt

11:17
02.11.2021
In Österreich hat die Zahl der von Covid-Patienten belegten Betten auf Intensivstationen nach Angaben der Behörden die Schwelle von 300 überschritten. Damit gilt mit einer Verzögerung von einer Woche Stufe zwei der fünfstufigen Corona-Maßnahmen. So sind dann Besuche der Nachtgastronomie und verschiedener großer Veranstaltungen nur noch für Genesene und Geimpfte möglich. Am Dienstag wurden 317 Intensivbetten für Corona-Patienten gebraucht, ein Plus von 25 gegenüber dem Vortag. Besonders deutlich nahm die Zahl der Patienten auf den Normalstationen zu - um 145 auf 1600.

Die Neuinfektionen binnen 24 Stunden lagen bei 5398, das entspräche unter Berücksichtigung der Einwohnerzahl fast 50 000 Fällen in Deutschland. Die Sieben-Tage-Inzidenz kletterte auf 400 Fälle pro 100 000 Einwohner. Besonders betroffen sind die Bundesländer Salzburg, Ober- und Niederösterreich. Sollte sich die Lage weiter verschärfen, drohen drastische Einschränkungen für Ungeimpfte, die bis hin zum Lockdown für diese Gruppe reichen.

(dpa)

Arbeitgeberpräsident fordert zeitnahen Impfgipfel

11:16
02.11.2021
Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger hat einen zeitnahen Impfgipfel gefordert. Es sei eine klare und eindeutige Grundlage für die Fortentwicklung von betrieblichen Schutzkonzepten nötig, sagte Dulger am Dienstag in Berlin. Das Auskunftsrecht des Arbeitgebers über den Impf- oder Genesenenstatus müsse endlich gesetzlich festgelegt werden. «Wer da zögert, riskiert ein Weniger an Gesundheitsschutz in unseren Betrieben.»

Bisher können nur Beschäftigte in Kitas, Schulen und Pflegeheimen vom Arbeitgeber gefragt werden, ob sie geimpft sind. Die Arbeitgeber hatten bereits ein Fragerecht für alle Branchen und Betriebe gefordert.

Dulger sagte weiter: «Ob 2G oder 3G: Welche Regelungen für Betriebe praktikabel sind, muss jedes Unternehmen für sich entscheiden. Wie so oft gilt die Praxisregel: Betriebe vor Ort wissen am besten, was sinnvoll für ihre Beschäftigten und den Betrieb ist.»

Betriebsärzte könnten dazu beitragen, mit den Auffrischungsimpfungen schnell voranzukommen, so der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) weiter. Dazu brauche es eine verlässliche rechtliche Grundlage. Deshalb müsse die Corona-Impfverordnung kurzfristig über das Ende des Jahres hinaus verlängert werden. «Wir Arbeitgeber erwarten sowohl von der geschäftsführenden als auch einer künftigen Bundesregierung eine klare neue Positionierung, die den Betrieben Planungssicherheit verschafft.»

(dpa)

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