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20211111120053

Ski-Präsident: Ungeimpft zu Olympia für Sportler wohl keine Option

04:12
11.11.2021
Der Präsident des Deutschen Skiverbands, Franz Steinle, rechnet fest damit, dass alle Olympia-Teilnehmer aus dem DSV geimpft oder genesen zu den Winterspielen nach Peking fliegen.

«Bei den Winterspielen wird es ja so sein, dass man zwingend geimpft oder genesen sein muss, die Alternative wäre eine Drei-Wochen-Quarantäne in China», sagte er der Deutschen Presse-Agentur. «Ich glaube, das wird kein Sportler ernsthaft in Erwägung ziehen. Insofern gehe ich davon aus, dass bei unseren Olympia-Teilnehmerinnen und Teilnehmern alle geimpft oder genesen sein werden.»

Zum aktuellen Impfstatus der Sportlerinnen und Sportler gegen das Coronavirus sagte Steinle: «Bei unseren Weltcup-Teams dürften inzwischen fast alle zweifach geimpft sein. Wir haben noch keine verbandsübergreifende Abfrage gemacht. Aber unsere Mannschaftsärzte haben das natürlich mit Blick Richtung Olympia auf dem Schirm.»

Der 71-Jährige sagte zudem: «Unsere Teams sind ja in gewisser Weise auch Solidargemeinschaften. Da ist meines Erachtens schon notwendig, dass man offen und fair kommuniziert, ob man geimpft ist oder nicht. Wer nicht geimpft ist, stellt ja auch eine gewisse Gefahr für andere dar.»

(dpa)

RKI registriert Höchststand an Corona-Neuinfektionen - Über 50 000

04:02
11.11.2021
Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist stark angestiegen und hat erstmals in der Corona-Pandemie den Wert von 50 000 überschritten. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages den Höchstwert von 50 196 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von Donnerstagmorgen, 03.40 Uhr, wiedergeben. Am Vortag waren es 39 676 Ansteckungen und vor genau einer Woche hatte der Wert bei 33 949 Ansteckungen gelegen. Bereits der Wert vom Mittwoch war ein Höchststand gewesen.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz erreichte ebenfalls wieder einen Höchstwert. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern und Woche am Donnerstagmorgen mit 249,1 an. Sie ist somit am vierten Tag in Folge auf einen Höchstwert gestiegen. Am Mittwoch hatte der Wert bei 232,1 gelegen. Zum Vergleich: Vor einer Woche lag die Inzidenz bei 154,5 (Vormonat: 66,5).

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 235 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 165 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4 894 250 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter - gab das RKI am Donnerstag mit 4,65 an (Mittwoch: 4,61). Bei dem Indikator muss berücksichtigt werden, dass Krankenhausaufnahmen teils mit Verzug gemeldet werden. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 4 432 600 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 97 198.

(dpa)

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